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Millionen-Coup von GelsenkirchenTäter hinterließen Haare als falsche Spur beim Sparkassen-Einbruch

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Ein großes Loch ist in der Wand zum Tresorraum der Sparkasse zu sehen. (Archivbild)

Ein großes Loch ist in der Wand zum Tresorraum der Sparkasse in Gelsenkirchen zu sehen. (Archivbild)

Beim Sparkassen-Einbruch legten die Täter anscheinend gezielt falsche Spuren aus. Was die Ermittler beschäftigt und welche neuen Details bekanntwerden.

Beim Millionen-Coup von Gelsenkirchen wurden von den Tätern Haare anscheinend als falsche Spuren verteilt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. „Bild.de“ hatte zuvor darüber berichtet.

An diesem Mittwoch ist der Fall um den aufgebohrten Tresorraum der Sparkasse Thema bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ (ZDF, 20.15 Uhr). Am Donnerstag wird auch der Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags noch einmal über den spektakulären Einbruch sprechen. In einem aktuellen Bericht des Innenministeriums für den Ausschuss heißt es, dass es noch keine neuen Erkenntnisse zur Höhe der Beute gebe.

Aufgebrachte Kunden diskutierten vor der Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale. (Archivbild)

Aufgebrachte Kunden diskutierten vor der Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale. (Archivbild)

Einen Zusammenhang mit aufgebrochenen Schließfächern in Bonn und Halle in Westfalen sehe man bisher aber nicht, heißt es in dem Bericht. In Halle waren vier Fächer von Unbekannten geknackt worden, in Bonn steht ein Ex-Bankmitarbeiter unter Verdacht.

Fotos enthüllen neue Details vom Tatort in Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Im Zentrum steht unter anderem die Frage, woher die Täter detaillierte Kenntnisse über die Begebenheiten in und um die Sparkasse hatten. Von einem Archivraum aus hatten sie ein großes Loch in den Tresorraum gebohrt.

Rechtsanwalt Daniel Kuhlmann spricht auf der Infoveranstaltung für Geschädigte des spektakulären Einbruchs in eine Filiale der Gelsenkirchener Sparkasse vor etwa 600 Interessierten. Die Polizei startet bald mit der Vernehmung von Opfern des Sparkassen-Coups.

Rechtsanwalt Daniel Kuhlmann spricht auf der Infoveranstaltung für Geschädigte des spektakulären Einbruchs in eine Filiale der Gelsenkirchener Sparkasse vor etwa 600 Interessierten. Die Polizei startet bald mit der Vernehmung von Opfern des Sparkassen-Coups.

Auf Fotos, die die Deutsche Presse-Agentur einsehen konnte, sieht man unter anderem, dass das Bohrloch ganz knapp neben den Schließfächern liegt. Auf einem anderen Bild sieht man, dass die Täter mit dem Riesenbohrer erst zu weit rechts angesetzt hatten – womit sie im Zweifel an der Rückseite der Schließfächer herausgekommen wären. Für das finale Loch setzten sie weiter links an.

Für die Kühlung des Bohrers verlegten die Täter einen Schlauch vom Wasserhahn der benachbarten Damentoilette in den Archivraum, wie auf einem weiteren Bild zu sehen ist. (dpa)