Kurioser Nistplatz in Gütersloh: Ein Rotkehlchen brütet seine sieben Eier in einem Motorradhelm aus.
Helm wird zum NestRotkehlchen brütet in Gütersloh sieben Eier aus

Ein ungewöhnliches Plätzchen zum Brüten. (Handout)
Copyright: Rainer Koch
In Gütersloh hat ein Rotkehlchen einen Motorradhelm als Nistplatz auserwählt, um dort seine Jungen aufzuziehen. In das sorgfältig errichtete Nest legte der Vogel sieben Eier, wie Rainer Koch, der auf dem Anwesen mit seiner Familie lebt, mitteilte. Bislang sind die Küken noch nicht geschlüpft.
Gefunden wurde das nistende Tier von Marcel, dem Sohn von Koch, in der Vorwoche, als er in der Garage etwas suchte. „Wir mussten schmunzeln: Der Helm liegt nämlich auf einem abgestellten Moped, genauer einer Schwalbe. Das hat sie sich schon passend ausgesucht“, äußerte Koch gegenüber der dpa.
Nest in nur wenigen Tagen gebaut
Das Zweirad und der Kopfschutz waren erst seit Kurzem in dem nicht verschlossenen Unterstand bei dem ländlich gelegenen Familienwohnhaus in Gütersloh Avenwedde untergebracht. Dieser Zeitraum genügte dem Rotkehlchen, um aus Moos, trockenem Gras und Zweigen ein behagliches Nest zu errichten, wie Koch erzählt. „Es war ganz schön fleißig“, kommentiert der 69-Jährige. Die komplette Familie, einschließlich der zwei kleinen Enkel, fiebert der Ankunft der Jungvögel nun entgegen.

Ein Rotkehlchen überrascht mit seiner Nest-Platzwahl. (Handout)
Copyright: Rainer Koch
Familie will brütenden Vogel möglichst wenig stören
„Wir gucken natürlich immer mal wieder um die Ecke, weil wir wissen wollen, was sie so macht“, erläutert Koch. Dabei sei auch zu beobachten gewesen, wie das Männchen dem Weibchen Nahrung bringt, während dieses die Eier wärmt und den Nistplatz nur für kurze Zeit verlässt. Koch rechnet damit, dass die Jungen in naher Zukunft schlüpfen könnten.
Generell bemüht sich die Familie, die werdende Vogelfamilie weitestgehend ungestört zu lassen. „Wenn zu viele neugierige Besucher da sind, fühlt sie sich gestört und fliegt weg. Wir sind dann immer froh, wenn sie schnell wieder da ist“, erzählt Koch. (dpa/red)
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