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Illegales Rennen?Zwei Porsche-Fahrer sterben bei Unfall mit mehreren Sportwagen

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Schallstadt: Reste eines Porsche liegen an einer Unfallstelle. Zwei Menschen starben hier am Mittwochabend (6. Mai).

Schallstadt: Reste eines Porsche liegen an einer Unfallstelle. Zwei Menschen starben hier am Mittwochabend (6. Mai).

Im Schwarzwald sind drei Porsches in einen Unfall verwickelt gewesen, die Insassen eines der Sportwagen starben. 

In der Nähe von Freiburg im Breisgau sind zwei Personen bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Das berichtet die Polizei. Demnach ereignete sich der Unfall am Mittwochabend (6. Mai) im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg. Bei beiden Toten handelt es sich demnach um Porsche-Fahrer.

Gegen 20.15 Uhr kam es auf der Bundesstraße 3 zwischen Schallstadt-Wolfenweiler und Freiburg-St. Georgen zu dem Unfall. Hier war eine aus zehn Porsches bestehende Fahrzeuggruppe unterwegs. Kurz vor einer Ausfahrt kollidierten zwei der Sportwagen miteinander. Beide Autos kamen von der Fahrbahn ab. Der Wagen eines 27-Jährigen prallte gegen einen Baum. Der Fahrer sowie sein 30-jähriger Beifahrer wurden tödlich verletzt.  

Rettungskräfte und Polizisten sind an der Unfallstelle in Schallstadt bei Freiburg am 6. Mai im Einsatz.

Rettungskräfte und Polizisten sind an der Unfallstelle in Schallstadt bei Freiburg am 6. Mai im Einsatz.

Der 30-jährige Fahrer des anderen am Unfall beteiligten Porsches sowie dessen 22 Jahre alter Beifahrer wurden leicht verletzt. Ihr Wagen kam nach der Kollision schwer beschädigt quer an der Leitplanke zum Stillstand. Beide wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Zudem war ein dritter Pkw an dem Unfall beteiligt. Er wurde von umherfliegenden Fahrzeugteilen ebenfalls beschädigt, der Fahrer blieb aber unverletzt. Es entstand ein immenser Sachschaden, der auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt wird. Medienberichten zufolge sollen die Einsatzkräfte am Unfallort eine Spur der Verwüstung vorgefunden haben. Zur Betreuung von Angehörigen, Zeugen und Einsatzkräften wurde ein Kriseninterventionsteam eingesetzt.

Porsche-Unfall bei Freiburg: Ermittlungen laufen

Die Bundesstraße blieb über Stunden hinweg komplett gesperrt, es kam bis tief in die Nacht zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um Freiburg. Bislang gibt es keine Angaben dazu, woher die Unfallopfer oder die Fahrzeuge stammen. 

Die Unfallursache ist bislang unklar, Staatsanwaltschaft und Verkehrspolizei Freiburg ermitteln. Zur Klärung der Unfallursache wurde außerdem ein unabhängiger Sachverständiger hinzugezogen. Die Ermittler schließen offenbar jedoch nicht aus, dass überhöhte Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn oder sogar ein illegales Straßenrennen eine Rolle gespielt haben könnten, wie die „Badische Zeitung“ berichtet. Im Bereich der Unfallstelle gebe es keine Geschwindigkeitsbegrenzung, da die Bundesstraße autobahnähnlich ausgebaut sei.

Einen ähnlichen Unfall mit einer Gruppe von Porsche-Fahrern hatte es vor drei Jahren in Nordrhein-Westfalen gegeben. Im März 2023 starben vier Menschen bei Emmerich am Niederrhein. Drei Porsches aus den Niederlanden waren in den Unfall verwickelt, der sich auf regennasser Fahrbahn ereignete. Die Unfallopfer waren damals auf einer Frühlingstour eines niederländischen „Businessclubs“ unterwegs. Dabei handelte es sich um einen Ausflug mit Sportwagen auf deutschen Autobahnen. Im Gegensatz zu den Niederlanden gibt es hier kein allgemeines Tempolimit.