Abo

Keine Flagge für SabalenkaTennis-Verband hält an Sanktionen gegen Belarus fest

2 min
Aryna Sabalenka

Muss sich in Geduld üben: Aryna Sabalenka. (Archivbild)

Trotz Aufhebung der IOC-Sperre für Belarus darf Tennis-Star Aryna Sabalenka weiterhin nicht unter ihrer Flagge spielen.

Für die Tennis-Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Belarus ergeben sich aus der Aufhebung der IOC-Sperre vorerst keine Änderungen. Ehrungen für die Sportlerin werden bei Wettbewerben weiterhin ohne nationale Symbole wie die Flagge stattfinden. Wie der Internationale Tennis-Verband (ITF) verlauten ließ, behalten die geltenden Bestimmungen bis mindestens in den Herbst ihre Gültigkeit. Über die Mitgliedschaft des belarussischen Tennis-Verbandes soll erst auf der Generalversammlung im Oktober befunden werden, wurde mitgeteilt.

Nach Beratungen in Lausanne fällte die Spitze des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Donnerstag einen Beschluss. Demnach wurden die Strafmaßnahmen gegen Sportlerinnen und Sportler aus Belarus beendet. Den Athleten aus der Nation ist es künftig wieder erlaubt, bei allen internationalen Wettbewerben, auch in Mannschaftsdisziplinen, unter der eigenen Flagge und mit ihrer Hymne aufzutreten.

Aufhebung der IOC-Sanktionen für Belarus

Im Gegensatz dazu werden die Restriktionen für Russland aufrechterhalten. Das IOC hatte seit dem Beginn des Angriffskriegs Russlands in der Ukraine Strafmaßnahmen gegen Sportler aus Russland sowie gegen belarussische Athleten verhängt. Als Grund wurde die Unterstützung Russlands durch Belarus im Krieg genannt. Für die kommenden Olympischen Spiele in Paris 2024 sowie die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo in diesem Jahr bestand die Vorschrift, dass lediglich einzelne Athleten beider Länder als neutrale Teilnehmende starten dürfen.

Vorreiterrolle des Paralympics-Komitees

Schon früher hatte das Internationale Paralympics-Komitee (IPC) die Sperre für Athleten aus beiden Nationen beendet. Aus diesem Grund gab es für die Winter-Paralympics in Mailand und Cortina bereits keine Einschränkungen mehr. (dpa/red)

Ein konkretes Anwendungsbeispiel für diese Lockerung hat es bereits gegeben: Für die alpine Skirennfahrerin Warwara Worontschichina wurde bei der Siegerehrung im Super-G zum ersten Mal seit den Paralympics 2014 in Sotschi die russische Fahne gehisst und auch die Nationalhymne gespielt.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.