Ein 18-Jähriger tötete seine Mutter in Dormagen und verletzte ihren Mann schwer. Das Urteil: neun Jahre Jugendhaft.
Mutter-Mord in DormagenSohn (18) zu neun Jahren Haft verurteilt, gilt als gefährlich

Sohn wegen Mordes verurteilt. (Archivbild)
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Wegen der Tötung seiner Mutter und eines Mordversuchs hat das Landgericht Düsseldorf einen 18-Jährigen zu neun Jahren Jugendhaft verurteilt. Die Tat, die sich vor zehn Monaten in Dormagen abspielte, verursachte großes Aufsehen.
In den Räumlichkeiten eines Mehrparteienhauses wurde eine Frau im Alter von 37 Jahren getötet und ihr 30-jähriger Ehemann erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Der zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alte Sohn des Opfers wurde als mutmaßlicher Täter in Gewahrsam genommen.
Gefahr durch Täter laut Gericht weiterhin gegeben
Das Strafmaß von neun Jahren liegt knapp unterhalb der maximal möglichen Jugendstrafe von zehn Jahren. Eine Sprecherin des Gerichts informierte darüber, dass die Kammer sich die Option einer Sicherungsverwahrung für den Verurteilten offenhalte. Er wird weiterhin als gefährlich eingestuft.
Der Prozess gegen den Heranwachsenden mit deutscher Staatsbürgerschaft wurde nicht-öffentlich geführt. Am 11. Juli des Vorjahres eilten Polizeibeamte zum Ort des Geschehens. Der junge Mann wurde einige Zeit danach an der Autobahn A57 aufgespürt, was eine Sperrung der Trasse und seine Festnahme zur Folge hatte.
Urteil hat noch keine Rechtskraft
Die Gerichtsentscheidung hat bislang keine Rechtskraft erlangt. Ob die Verteidigerin des Verurteilten Rechtsmittel einlegen wird, bleibt abzuwarten. (dpa/red)
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