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Aus Flüssen, Gletschern und WüstenSo können Sie eine Botschaft aus dem All schreiben

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So sieht der Name „KStA“ durch das NASA-Tool „Your Name in Landsat“ aus.

So sieht der Name „KStA“ durch das NASA-Tool „Your Name in Landsat“ aus.

Ein neues NASA-Tool ermöglicht es, seinen Namen mit Buchstaben aus Satelitten-Bildern zu bilden.

Mit wenigen Klicks lässt sich der eigene Name nun aus der Perspektive des Weltalls betrachten. Pünktlich zum Earth Day 2026 hat die NASA das interaktive Tool „Your Name in Landsat“ veröffentlicht. Es lädt Nutzerinnen und Nutzer ein, ihren Namen oder beliebige Wörter mit echten Satellitenbildern der Erde zu buchstabieren.

Das Prinzip ist ebenso einfach wie beeindruckend: Wer seinen Namen in das Online-Tool eingibt, erhält eine grafische Darstellung, bei der jeder Buchstabe aus einem realen geografischen Merkmal der Erdoberfläche geformt wird – sei es ein Flussdelta, ein Gletscher, ein See, eine Wüste oder eine Küstenlinie. Die Bilder stammen aus dem über 50 Jahre alten Archiv des Landsat-Programms, das seit 1972 die kontinuierlichste satellitengestützte Beobachtung der Erdoberfläche betreibt.

NASA zum Earth Day: Buchstabieren Sie Ihren Namen mit der Erdoberfläche

Landsat ist ein gemeinsames Projekt der NASA und des United States Geological Survey (USGS). Die Satelliten liefern hochauflösende Multispektralaufnahmen, die nicht nur für die Wissenschaft von unschätzbarem Wert sind.

Sie dienen unter anderem der Überwachung von Klimaveränderungen, der Beobachtung von Waldrodungen, der Analyse landwirtschaftlicher Flächen und der Verfolgung von Gletscherschmelze. Die Daten sind frei zugänglich und haben allein im Jahr 2023 einen geschätzten wirtschaftlichen Nutzen von über 25 Milliarden US-Dollar für die USA erbracht.

Persönliche Botschaft aus dem All – neues interaktives Landsat-Projekt der NASA

Die neue interaktive Anwendung verbindet Bildung und Spiel auf ansprechende Weise. Sie macht abstrakte Satellitendaten erlebbar und zeigt zugleich die enorme Vielfalt der Erdoberfläche.

So kann ein „A” beispielsweise aus dem Yukon-Delta in Alaska stammen, ein „E” aus einem isländischen Gletscher und ein „S” aus einer Flussbiegung in Brasilien.Die ausgewählten Formationen sind real und geografisch verortet – viele davon lassen sich sogar mit Koordinaten nachvollziehen.

Entwickelt wurde das Tool vom Landsat Project Science Support Team.Es richtet sich ausdrücklich an ein breites Publikum ab etwa zehn Jahren und soll Neugier für die Erde wecken.

Mit solchen Projekten verfolgt die NASA das Ziel, die Öffentlichkeit stärker an die langjährige Erdbeobachtung heranzuführen. Während professionelle Nutzer die Landsat-Daten für komplexe wissenschaftliche Analysen verwenden, ermöglicht „Your Name in Landsat” einen spielerischen und emotionalen Zugang: Die eigene Identität wird buchstäblich mit dem Planeten verbunden. (mbr)