Weil er Frauen vor Belästigung schützte, wurde ein 39-Jähriger in Paderborn mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.
Messerattacke aus RacheMann hilft Frauen in Paderborn und wird niedergestochen

Die Polizei sucht nach Zeugen. (Symbolbild)
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In Paderborn erlitt ein 39-jähriger Mann am Samstagabend durch einen Messerangriff erhebliche Verletzungen. Ein 55 Jahre alter Verdächtiger wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Einem Konflikt, bei dem der Geschädigte couragiert einschritt, könnte die Tat nach vorläufigen behördlichen Annahmen vorausgegangen sein.
Der aus der Ukraine stammende 39-Jährige gab den Behörden gegenüber an, während eines Spaziergangs eine Gruppe junger Frauen aus der Ukraine bemerkt zu haben. Ein 55 Jahre alter Mann habe diese Frauen intensiv eingeschüchtert und behelligt. Laut seiner Aussage intervenierte der 39-Jährige daraufhin. Er setzte seinen Weg fort, nachdem der Angreifer weggegangen war.
Attacke als Reaktion auf Einschreiten
Kurz darauf habe der 55-Jährige den Mann dann mit einer Stichwaffe attackiert. Passanten entdeckten den erheblich verletzten Mann ohne Bewusstsein und alarmierten die Rettungsdienste. Er wurde von Sanitätern in eine Klinik transportiert und dort während der Nacht auf Sonntag einer Notoperation unterzogen. Vom Ort des Fundes verlief eine 250 Meter lange Blutspur durch das Stadtzentrum bis zu einem Durchgang.
Geschädigter erkennt mutmaßlichen Täter
Der 39-Jährige schwebt inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr. Aufgrund seiner Angaben war es der Polizei möglich, den mutmaßlichen Täter ausfindig zu machen. Der Geschädigte identifizierte den 55-jährigen Deutschen, der bereits polizeilich in Erscheinung getreten war, anhand von Lichtbildern, so eine Mitteilung der Behörden. Die Suche, die anfangs ohne Ergebnis verlief, endete schließlich mit der Ergreifung des Beschuldigten in Paderborn.
Die Anklagebehörde strebt an, einen Haftbefehl gegen den 55-Jährigen zu beantragen. Grund dafür ist der dringende Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt sowie gefährliche Körperverletzung. (dpa/red)
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