1973 schlüpfte Roger Moore in die Rolle des Superagenten James Bond. Geliebt wurde er von der 007-Fanschar nur bedingt.
Action-Abenteuer der SuperlativeEiner der unterhaltsamsten Bond-Filme aller Zeiten läuft heute im Free-TV

Die Verfolgungsjagd mit einem Motorboot ist nur eine von vielen unterhaltsamen Szenen in „James Bond 007 - Leben und sterben lassen“. (Bild: RTL / © 1973 Danjaq, LLC and Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.)
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In seinem ersten Bond-Abenteuer sah sich Roger Moore (links) von den Handlangern von Mr. Big bedroht. (Bild: RTL / © 1973 Danjaq, LLC and Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.)
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Viele Fans und Kritiker fanden, dass Roger Moore seine Rolle als weltbester Spion mit zu viel Humor anging. Er selbst machte nie einen Hehl daraus, dass er James Bond nicht ganz ernst nahm: „Dieser Mann ist angeblich ein Spion, und trotzdem weiß jeder, dass er ein Spion ist. Welcher ernst zu nehmende Geheimagent wird überall, wo er hingeht, erkannt?“ - In „Leben und sterben lassen“ (Freitag, 24. April, 20.15 Uhr, RTL Nitro) feierte der 2017 verstorbene Moore sein 007-Debüt. Es sollten noch sechs weitere Filme der Agenten-Reihe folgen, bevor 1987 Timothy Dalton die Rolle übernahm.

Auch sie sind Teil der Magie von „James Bond 007 - Leben und sterben lassen“: das Medium Solitaire (Jane Seymour) und der Voodoo-Priester Baron Samedi (Geoffrey Holder). (Bild: RTL / © 1973 Danjaq, LLC and Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.)
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Der Stilwechsel der Filme und des Charakters der Hauptfigur, der mit dem ersten Auftritt von Roger Moore einherging, war von den Produzenten beabsichtigt. Der Schauspieler, der heute selten von Fans „Lieblings-Bond“ genannt wird, hatte Anweisung, der von Sean Connery derb, bisweilen gar unmenschlich interpretierten Figur mehr Charme und vor allem mehr Witz einzuhauchen. Eine Idee, die später bei Timothy Dalton und Pierce Brosnan nicht mehr zur Diskussion stand. Der bislang letzte Darsteller der Reihe, Daniel Craig, gab sogar einen Agenten der verbissen ernsthaften Sorte.
„Leben und sterben lassen“ schrieb Filmgeschichte

Agent 007 (Roger Moore, rechts) ist gerüstet für den finalen Kampf gegen Mr. Big (Yaphet Kotto). (Bild: RTL / © 1973 Danjaq, LLC and Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.)
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Ende gut, alles gut. Agent 007 (Roger Moore) und Solitaire (Jane Seymour) konnten den Unterweltboss zur Strecke bringen. (Bild: RTL / © 1973 Danjaq, LLC and Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.)
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In „Leben und sterben lassen“ soll der Topagent den Tod dreier Kollegen untersuchen. Von New York führt die Spur auf die Karibikinsel San Monique, die von Mr. Big (Yaphet Kotto), dem ungekrönten „König von Harlem“, beherrscht wird. Auf der Inselresidenz des Gangsters, in die 007 unbemerkt eindringt, überzeugt Bond zunächst dessen Assistentin Solitaire (Jane Seymour) von seinen mannigfaltigen Fertigkeiten.
Als die beiden die Insel durchstreifen, entdecken sie riesige Mohnfelder, mit deren Ertrag Amerika mit Drogen überschwemmt werden soll. Nach diversen Verwicklungen und Verfolgungsjagden werden sie schließlich in Amerika geschnappt. Bond kommt auf Mr. Bigs Alligatorenfarm, Solitaire soll auf San Monique von Eingeborenen geopfert werden. Da gelingt dem Agenten auf abenteuerliche Weise die Flucht - auf dem Rücken der Krokodile.
27 Motorboote, 20 Autos, acht Flugzeuge und ein nagelneuer Leyland-R.T.-Doppeldeckerbus der Londoner Linie 19 gingen bei den Dreharbeiten zu Bruch. „Leben und sterben lassen“ weist auch sonst Superlative auf: Jane Seymour als Bond-Girl, Paul McCartneys Titelmusik, feiner Humor und Schurken wie Mr. Bigs Helfershelfer Tee Hee mit der Eisenklaue schrieben Filmgeschichte. (tsch)
