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Bryan Cranston oder Aaron PaulWas machen die Stars von „Breaking Bad“ heute?

7 min
Aaron Paul und Bryan Cranston sitzen im Auto.

Aaron Paul und Bryan Cranston wurden durch die Serie „Breaking Bad“ international bekannt. (Archivbild)

Von 2008 bis 2013 schrieb die Serie TV-Geschichte – so sieht das Leben der Darsteller heute im Jahr 2026 aus.

Die TV-Serie „Breaking Bad“ ist längst Kult: Mit der radikalen Verwandlung eines biederen Lehrers Walter in einen skrupellosen Drogenbaron sprengte Serienschöpfer Vince Gilligan die Grenzen klassischer Charakterentwicklung und etablierte den Antihelden endgültig im Mainstream. Diese kompromisslose Erzählweise, gepaart mit einer filmreifen Bildsprache, setzte völlig neue Maßstäbe für alles, was danach im fiktionalen Fernsehen produziert wurde.

Die Originalserie „Breaking Bad“ wurde von Januar 2008 bis September 2013 auf dem US-Sender AMC ausgestrahlt und umfasst 62 Episoden in fünf Staffeln. In Deutschland gewann die Serie vor allem durch die Mundpropaganda und die spätere Verfügbarkeit auf Streaming-Plattformen eine riesige Fangemeinde. Das Universum wurde durch den Film „El Camino“ (2019) und die sechsstaffelige Prequel-Serie „Better Call Saul“ (2015 bis 2022) kongenial erweitert. Was aber wurde aus den Stars der Serie?

Bryan Cranston (Walter White, Heisenberg)

Der Mann, der als verbitterter Chemielehrer begann und als Drogenbaron „Heisenberg“ endete, ist heute eine der respektiertesten Instanzen Hollywoods. Bryan Cranston (69) hat das Image des Walter White längst durch eine beeindruckende Bandbreite ersetzt. Er ist mehrfacher Emmy-, zweifacher Tony- und einmaliger Golden-Globe-Preisträger und wurde für seine Titelrolle im Kinofilm „Trumbo“ für einen Oscar nominiert. Zuletzt sah man ihn auf der großen Leinwand in „Everything's Going to Be Great“. 

Nach seinem Erfolg in der Justizserie „Your Honor“ konzentriert er sich im Jahr 2026 verstärkt auf das Theater und die Produktion hinter der Kamera. Zum Jahreswechsel war er neben Marianne Jean-Baptiste in „All My Sons“ zu sehen. Erst vor wenigen Monaten wurde bekannt, dass Cranston an einem Herzensprojekt arbeitet: Er plant die filmische Umsetzung des Broadway-Stoffs „Network“, für den er bereits als Hauptdarsteller gefeiert wurde, und wird hierbei voraussichtlich selbst Regie führen.

Privat genießt er sein Leben als leidenschaftlicher Mezcal-Unternehmer; seine Marke Dos Hombres, die er gemeinsam mit Aaron Paul führt, ist mittlerweile weltweit ein Begriff. Im Januar 2026 betonte er in einem Interview, dass er die Glatze von „Heisenberg“ zwar nicht vermisse, die moralischen Abgründe der Rolle ihn aber bis heute als Künstler prägen.


Aaron Paul (Jesse Pinkman)

Aaron Paul hat den Schmerz seiner Rolle als Jesse Pinkman in eine glänzende Karriere verwandelt. Nach seinem Mitwirken in „Westworld“ und dem emotionalen Epilog „El Camino“ ist er ein gefragter Star für anspruchsvolle Science-Fiction-Stoffe. Der 2025 veröffentlichte Film „Ash“ bekam zwar gute Kritiken, fiel allerdings beim Publikum durch. 

Aktuell bereitet sich der 46-Jährige auf die Dreharbeiten zum Psychothriller „The Midnight Pool“ vor, in dem er einen in eine Geheimgesellschaft verwickelten Journalisten spielt. Zuvor stand er bereits für den Action-Thriller „Bear Country“ an der Seite von Russell Crowe sowie für die Jo-Nesbø-Verfilmung „The Night House“ vor der Kamera.

Seine Freundschaft zu Bryan Cranston ist legendär und wird oft als die „echteste Bromance Hollywoods“ bezeichnet; die beiden sind auch 2026 unzertrennlich und verbringen viel Zeit mit gemeinsamen Charity-Projekten. Privat ist Paul ein engagierter Vater und lebt mit seiner Frau Lauren Parsekian und den zwei Kindern in Idaho, wo er sich bewusst Auszeiten vom Trubel in Los Angeles nimmt.


Giancarlo Esposito (Gustavo Fring)

Giancarlo Esposito (67) hat den modernen TV-Bösewicht entscheidend geprägt. Seine kontrollierte, unterkühlte Darstellung von Gus Fring in „Breaking Bad“ und „Better Call Saul“ gilt als eine der einflussreichsten Antagonistenrollen der Fernsehgeschichte. Der internationale Erfolg dieser Figur ebnete ihm den Weg in große Franchise-Produktionen, darunter als Moff Gideon in „The Mandalorian“ sowie als Konzernchef Stan Edgar in „The Boys“, eine Rolle, die er über mehrere Staffeln hinweg spielte. Mittlerweile war er laut der Internet Movie Database (IMDB) in über 200 Rollen zu sehen.

Auch 2025 und 2026 gehört Esposito zu den am meisten beschäftigten Charakterdarstellern Hollywoods. Er ist Teil der hochkarätigen Besetzung des Netflix-Films „The Electric State“ und wirkt zudem im Marvel-Kinofilm „Captain America: Brave New World“ mit. Für 2026 kündigt die IMDB rund zehn neue Projekte mit Esposito an, darunter den prominent besetzten Crime-Thriller „The Only Living Pickpocket in New York“, der im Januar 2026 seine Premiere auf dem Sundance Film Festival feierte. Ein weiteres Highlight ist seine Rückkehr in das „The Boys“-Universum für die finale fünfte Staffel, in der er erneut in seiner markanten Rolle als Stan Edgar zu sehen ist. 


Anna Gunn (Skyler White)

Anna Gunn hatte es während der Laufzeit der Serie nicht leicht; sie sah sich oft ungerechtfertigtem Hass der Fans gegen ihren Charakter gegenüber. Doch 2026 hat sie das letzte Wort – und zwar mit Humor und schauspielerischer Klasse. Im September 2025 überraschte sie ihre Fans, indem sie für einen viralen Werbespot der Marke Popwell erneut in ihre Emmy-prämierte Rolle als Skyler White schlüpfte und mit Sätzen wie „Glauben Sie mir, Kochen führt zu schlimmen Dingen“ ihre eigene Seriengeschichte parodierte.

Bryan Cranston und Anna Gunn bei den Screen Actors Guild Awards.

Bryan Cranston und Anna Gunn bei den Screen Actors Guild Awards im Jahr 2024. (Archivbild)

Beruflich geht es 2026 mit der zweiten Staffel des Apple-Originals „Sugar“ weiter. An der Seite von Colin Farrell übernimmt sie erneut die Rolle der Margit. In Interviews spricht sie vermehrt über ihre Erfahrungen mit der Darstellung komplexer Frauenfiguren und deren Wahrnehmung durch Publikum und Medien. Ihre jüngere Rollenwahl konzentriert sich dabei vor allem auf Dramaformate mit Noir-Elementen.


Bob Odenkirk (Saul Goodman)

Bob Odenkirk hat sich in den vergangenen Jahren als vielseitiger Charakterdarsteller in Hollywood etabliert. Nach dem Ende von „Better Call Saul“ im Jahr 2022 zeigte er spätestens mit dem Actionfilm „Nobody“, dass er weit mehr als nur den schlitzohrigen Anwalt verkörpern kann.

Im Jahr 2025 gab Odenkirk sein Broadway-Debüt in einer Neuinszenierung von „Glengarry Glen Ross“ und ist zudem im kürzlich erschienenen Action-Thriller „Normal“ zu sehen. Für 2026 ist bereits die Fortsetzung „Nobody 2“ angekündigt.

Odenkirk lebt bewusst zurückgezogen und hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Seit vielen Jahren ist er mit seiner Frau Naomi Odenkirk verheiratet, mit der er zwei erwachsene Kinder hat. Familie spielt für ihn eine zentrale Rolle, was er in Interviews immer wieder betont.


Jonathan Banks (Mike Ehrmantraut)

Jonathan Banks war als Mike Ehrmantraut auch in „Better Call Saul“ sowie im Film „El Camino: A Breaking Bad Movie“ zu sehen. Bereits Anfang der 1990er Jahre erhielt er eine Emmy-Nominierung für seine Darstellung des FBI-Agenten Frank McPike in der Serie „Wiseguy“. Für seine Arbeit an „Breaking Bad“ folgten insgesamt fünf weitere Emmy-Nominierungen als bester Nebendarsteller in einer Dramaserie.

Parallel zu seinen Dramarollen war Banks auch in Comedy-Formaten präsent, unter anderem als Professor Buzz Hickey in elf Episoden der Serie „Community“. Zudem war der 78-Jährige als Sprecher in der animierten Netflix-Serie „F is for Family“ zu hören. Im Kinobereich wirkte Banks unter anderem in „Identity Thief“ sowie im Drama „Mudbound“ mit. Auch im Bereich der Videospiele war er aktiv und lieh Commissioner Jim Gordon in „Batman: Arkham Knight“ seine Stimme. Zuletzt war Banks 2025 im Netflix-Hit „The Beast in Me“ neben Claire Daines zu sehen.


Dean Norris (Hank Schrader)

Der Schauspieler, der den DEA-Agenten Hank Schrader spielte, ist weit mehr als nur der „harte Kerl“. Dean Norris ist ein geschickter Geschäftsmann geworden. Er betreibt seine eigene Biermarke „Schraderbräu“, die unter Fans Kultstatus genießt.

Schauspielerisch bleibt er seinem Profil treu und spielt oft Autoritätspersonen, wie zuletzt in seiner festen Rolle als Randall Stabler in der Serie „Law & Order: Organized Crime“. Auch er war in seiner Karriere äußerst fleißig, so war er mittlerweile in über 180 Film- und Fernsehrollen zu sehen.

Norris ist zudem für seine Bodenständigkeit bekannt. Gemeinsam mit seiner Frau Bridget betreibt er das „Norris Center for the Performing Arts“ in Kalifornien und engagiert sich dort weiterhin stark für die Förderung junger Talente und lokale Bildungsprojekte. Norris und seine Ehefrau haben fünf Kinder. Die Familie lebt gemeinsam in Temecula, Kalifornien.

In Deutschland ist „Breaking Bad“ im Januar 2026 bei folgenden Anbietern im Stream verfügbar:

  1. Netflix: Alle fünf Staffeln sowie der Film „El Camino“ sind hier weiterhin im Abonnement enthalten. Die Lizenz wurde laut aktuellen Berichten bis April 2027 verlängert.
  2. HBO Max: Seit dem Start des Dienstes in Deutschland am 13.01.2026 ist die Serie auch dort im Katalog zu finden. Der Dienst kann direkt oder als Zusatzkanal über Amazon Prime Video gebucht werden.
  3. RTL+: Durch eine Kooperation mit HBO Max zum Deutschlandstart ist die Serie auch über das gebündelte Angebot von RTL+ verfügbar.
  4. MagentaTV+: Hier ist die Serie ebenfalls als Teil der Serien-Highlights für Januar und Februar 2026 gelistet.

Zudem wird die Serie aktuell im Free-TV auf ProSieben MAXX ausgestrahlt.