Vom „Yellowstone“-Universum direkt nach Texas: Die „Dutton Ranch“-Stars Finn Little und Natalie Alyn Lind erzählen, warum sich für sie alles verändert hat - und warum sie sich am Serien-Set trotzdem sofort wie in einer Familie gefühlt haben.
Darum wird „Yellowstone“-Fan-Liebling Finn Little in der Öffentlichkeit kaum erkannt

Serien-Familie mit neuem Hauptwohnsitz, von links: Finn Little, Kelly Reilly und Cole Hauser bei der „Dutton Ranch“-Premiere in New York. (Bild: 2026 Getty Images/Michael Loccisano)
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Ein Neuanfang kann aufregend sein. Und beängstigend. Für Finn Little und Natalie Alyn Lind war beides der Fall, als sie für das Serien-Spin-off „Dutton Ranch“ vor der Kamera standen. Die Serie (neu bei Paramount+, auch über Sky verfügbar) erzählt, wie Beth Dutton (Kelly Reilly) und Rip Wheeler (Cole Hauser) mit ihrem Sohn Carter (Finn Little) Texas hinter sich lassen, um ein neues Leben aufzubauen - fernab der vertrauten Welt Montanas. Doch statt Ruhe wartet eine noch härtere, unberechenbare Realität.
Im Gespräch mit der Agentur teleschau wird schnell klar: Genau das haben auch die Schauspieler gespürt. Für den 19-jährigen Finn Little war der Moment des Umbruchs sofort greifbar. „Am ersten Drehtag - als ich die Berge nicht sehen konnte - dachte ich: Okay, das wird ein ganz anderer Ritt“, erzählt er. Montana, das Zuhause der Originalserie, sei komplett verschwunden gewesen. „Neuer Staat, neues Wetter - alles war anders. Das komplette Gegenteil“, sagt er. Ein Gefühl, das perfekt zur Geschichte passt: Auch seine Figur Carter muss sich in einer Welt zurechtfinden, die nichts mehr mit dem alten Leben zu tun hat.
„Als ich auf dem Pferd saß, dachte ich: Oh mein Gott, was passiert hier gerade?“

Finn Little und Natalie Alyn Lind spielen im „Yellowstone“-Spin-off „Dutton Ranch“. (Bild: 2026 Getty Images/Michael Loccisano)
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Für Natalie Alyn Lind (25) kam alles noch schneller. Sie war selbst Fan von „Yellowstone“ - und plötzlich mittendrin. „Ich bin nach Texas geflogen, habe vorgesprochen - und auf dem Rückflug erfahren, dass ich die Rolle habe“, erzählt sie. Drei Tage später saß sie wieder im Flugzeug - diesmal für sechs Monate. „Erst als ich auf dem Pferd saß, dachte ich: Oh mein Gott, was passiert hier gerade?“
Zeit, das alles zu verarbeiten, blieb kaum. „Es fühlt sich immer noch ein bisschen wie ein Wirbelsturm an“, gesteht sie im teleschau-Gespräch. Trotz dieser Geschwindigkeit sei die Nervosität schnell verschwunden. „Am Anfang war es eine Mischung aus Aufregung und Einschüchterung“, gibt Lind zu. Doch das änderte sich sofort. „Schon am ersten Tag mit Kelly und Cole - und vor allem mit Finn - hatte ich das Gefühl: Wir sind eine Art zusammengewachsene Familie.“ Ein Gefühl, das im „Yellowstone“-Universum entscheidend sei.
Finn Little: „Ich hatte gar nicht so viele Fan-Begegnungen“
Für Little ist der Ruhm dennoch überraschend leise geblieben - obwohl er längst als Fan-Liebling gilt. „Ich hatte gar nicht so viele Fan-Begegnungen“, sagt er. Der Grund: Er ist während der Serie erwachsen geworden. „Ich habe mit 14 angefangen - und mich zwischen den Staffeln so verändert, dass mich viele gar nicht erkennen.“ Mittlerweile, glaubt er, sei er „wahrscheinlich fertig mit dem Wachsen“. Und doch gibt es diese kleinen Momente.
„Am Flughafen - in der Sicherheitskontrolle, wenn ich gerade meinen Gürtel und meine Boots ausziehe - schaut dich jemand an und sagt einfach: 'Gute Arbeit. Ich mag, was du machst.' Das macht mich dann schon stolz, wenn Leute meine Arbeit gut finden.“ Mehr brauche es manchmal gar nicht.
Bei all dem Trubel bleibt für beide etwas ganz anderes entscheidend. „Meine Mom - oder mein Hund“, sagt Finn ohne zu zögern. Natalie lacht: „Bei mir auch meine Mom.“ Und dann wird es fast schon beiläufig persönlich: Beide Mütter sitzen während des Interviews im Nebenraum - und lernen sich gerade kennen. (tsch)