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„Der Teufel trägt Prada 2“Dieser Star war eigentlich gegen eine Fortsetzung

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Meryl Streep (links) und Anne Hathaway haben die Kult-Komödie „Der Teufel trägt Prada“ maßgeblich geprägt. Klar, dass sie auch bei der Fortsetzung (Bild) dabei sind. Dabei wäre es beinahe anders gekommen. Vor allem Meryl Streep war anfangs das Sorgenkind der Produktion. (Bild: Disney/20th Century Studios/Macall Polay)

Meryl Streep (links) und Anne Hathaway haben die Kult-Komödie „Der Teufel trägt Prada“ maßgeblich geprägt. Klar, dass sie auch bei der Fortsetzung (Bild) dabei sind. Dabei wäre es beinahe anders gekommen. Vor allem Meryl Streep war anfangs das Sorgenkind der Produktion. (Bild: Disney/20th Century Studios/Macall Polay)

20 Jahre nach „Der Teufel trägt Prada“ erscheint nun die Fortsetzung in den Kinos. Mit Anne Hathaway und Meryl Streep in den Hauptrollen. Fast wäre es nicht so weit gekommen. Denn die beiden Hauptdarstellerinnen boten den Produzenten manchen Grund zur Sorge.

Von der grauen Maus zum schönen Schwan: Andy Sachs (Anne Hathaway) gibt sich den Regeln der Modewelt geschlagen. Hathaway hatte mit „Der Teufel trägt Prada“ ihren endgültigen Durchbruch. Dabei war sie nicht die erste Wahl für die Hauptrolle. (Bild: VOX / Twentieth Century Fox / Dune Entertainment)

Von der grauen Maus zum schönen Schwan: Andy Sachs (Anne Hathaway) gibt sich den Regeln der Modewelt geschlagen. Hathaway hatte mit „Der Teufel trägt Prada“ ihren endgültigen Durchbruch. Dabei war sie nicht die erste Wahl für die Hauptrolle. (Bild: VOX / Twentieth Century Fox / Dune Entertainment)

Wenn ab 30. April auch in den deutschen Kinos der Teufel wieder Prada tragen wird, hat das 20-jährige Warten unzähliger Fans der Komödie auf eine Fortsetzung endlich ein Ende. Müßig wie bei jedem Kultfilm, den Hype um „Der Teufel trägt Prada“ zu erklären versuchen, aber die beiden Hauptdarstellerinnen Anne Hathaway und Meryl Streep hatten sicherlich einen gewaltigen Anteil an der Popularität des Films. Wie dessen Schicksal wohl ausgesehen hätte, hätten sie nicht mitgespielt? Dabei wäre es beinahe wirklich so gekommen, bei Teil eins und auch beim Nachfolger.

Vor allem aber Meryl Streep sollte zu einem Risiko-Faktor werden. Die Charakterdarstellerin wollte bei „Der Teufel trägt Prada“ zunächst nicht mitwirken, weil sie mit dem ursprünglichen Gehaltsangebot unzufrieden war. (Bild: 2006 Twentieth Century Fox)

Vor allem aber Meryl Streep sollte zu einem Risiko-Faktor werden. Die Charakterdarstellerin wollte bei „Der Teufel trägt Prada“ zunächst nicht mitwirken, weil sie mit dem ursprünglichen Gehaltsangebot unzufrieden war. (Bild: 2006 Twentieth Century Fox)

Sowohl Anne Hathaway und mehr noch Meryl Streep hatten hier wie da Grund zur Sorge geboten. Beide Schauspielerinnen waren ursprünglich nicht für ihre Rollen in „Der Teufel trägt Prada“ vorgesehen. Hathaway hatte auf der Wunschliste der Produzenten nicht einmal an zweiter Stelle gestanden - auch nicht an dritter, vierter, fünfter oder sechster. Wie sie einmal erzählte, war sie erst die Neunte, der man die Hauptrolle der grauen Maus Andy Sachs angeboten hatte, nach Scarlett Johansson, Natalie Portman, Kirsten Dunst, Claire Danes oder Rachel McAdams.

Zum Glück war Hathaway nicht nachtragend. Gut auch, dass alle Hürden um Sorgenkind Meryl Steep überwunden werden konnten. Davon gab es reichlich. Auch die Oscar-Preisträgerin musste sich bei „Prada“ erst gegen Konkurrentinnen wie Michelle Pfeiffer und Glenn Close durchsetzen. Außerdem hatte manch in der Produktion Bedenken, dass die Meisterin des Dramas für eine Komödie nicht witzig genug sei. Die Produzentin Wendy Finerman erinnerte sich noch 2023 an die Vorbehalte. „Ich erhielt Anrufe von Leuten, die mir sagten: 'Hast du den Verstand verloren? Die war noch nie in ihrem Leben lustig“, so Finerman im Podcast „Hollywood Gold“.

Meryl Streep musste zu Teil zwei überredet werden

Dass Meryl Streep auch komisch sein kann, beweist die Oscar-Preisträgerin auch in „Der Teufel trägt Prada 2“: Als virulent bösartige Chefredakteurin eines Modemagazins teilt sie in der Fashion-Parodie wiedre kräftig aus und zeigt, dass die Welt des schönen Scheins der Vorhof zur Hölle ist. (Bild: Disney/20th Century Studios/Macall Polay)

Dass Meryl Streep auch komisch sein kann, beweist die Oscar-Preisträgerin auch in „Der Teufel trägt Prada 2“: Als virulent bösartige Chefredakteurin eines Modemagazins teilt sie in der Fashion-Parodie wiedre kräftig aus und zeigt, dass die Welt des schönen Scheins der Vorhof zur Hölle ist. (Bild: Disney/20th Century Studios/Macall Polay)

„Der Teufel trägt Prada 2“ ist ab 30. April in den Kinos zu sehen. Mit von der Partie in der Komödie ist neben Anne Hathaway und Meryl Streep erneut auch Stanley Tucci. (Bild: Disney/20th Century Studios/Macall Polay)

„Der Teufel trägt Prada 2“ ist ab 30. April in den Kinos zu sehen. Mit von der Partie in der Komödie ist neben Anne Hathaway und Meryl Streep erneut auch Stanley Tucci. (Bild: Disney/20th Century Studios/Macall Polay)

Streep und nicht lustig? Offenbar hatten die Skeptiker „Der Tod steht ihr gut“ (1992) nicht gesehen mit Bruce Willis, Goldie Hawn und der nicht weniger lustigen Meryl Streep. Oder die Komödie „Rendezvous im Jenseits“ (1991) mit der witzig aufspielenden Streep als Engelsfrau, in die sich ein verstorbener Geschäftsmann (Albert Brooks) verliebt. Nun, gesehen haben sie am Ende sicherlich „Der Teufel trägt Prada“, und die Leistung der aberwitzigen Miranda-Darstellerin werden sie als Mittelfingerzeig empfunden haben. Streep erhielt für ihre Darstellung eine Oscar-Nominierung. Eine Oscar-Nominierung in einer Komödie, wohlgemerkt, häufig kommt das nicht gerade vor.

Gut, dass die Befürworter die Oberhand behalten hatten. Und offenbar waren sie von Streep so sehr überzeugt, allen voran Regisseur David Frankel, dass sie auch die Schwierigkeiten auszuräumen bereit waren, die die Schauspielerin selbst ihnen bereitet hatte. Streep war unzufrieden mit dem Gehalt, das man ihr ursprünglich geboten hatte, zwei Millionen US-Dollar, und erst als man die Gage verdoppelte, sagte sie zu. Das Risiko zahlte sich aus. Auf 41 Millionen Dollar waren die Produktionskosten von „Der Teufel trägt Prada“ am Ende angestiegen - ein Bruchteil dessen, was der Film an den Kinokassen weltweit einspielte: 326,5 Millionen.

Als Querulantin entpuppte sich Streep auch bei „Der Teufel trägt Prada 2“. Berichten zufolge hatte sie zunächst kein Interesse an einer Fortsetzung. Als Erklärung wird ihre enttäuschende Erfahrung während der Arbeit an Teils eins herangeführt. Um die kalt-skrupellose Modemagazin-Chefin glaubwürdig zu verkörpern, hatte sich Streep seinerzeit am Set in Method-Acting-Manier konsequent von Rest der Crew ferngehalten und sich immer wieder in ihren Wohnwagen zurückgezogen. Das sei für sie „schrecklich“ gewesen, sagte sie 2021 gegenüber „Entertainment Weekly“, und seither habe sie nie wieder „diese Method-Sache“ versucht. (tsch)