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Deutschland weit abgeschlagenDas sind die Favoriten auf den ESC-Sieg

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Sarah Engels tritt beim ESC in Wien mit dem Titel „Fire“ an, ihre Chancen auf einen Sieg sind aber gering, wenn man den Wettqouten der Buchmacher trauen mag. (Bild: Daniel Priess)

Sarah Engels tritt beim ESC in Wien mit dem Titel „Fire“ an, ihre Chancen auf einen Sieg sind aber gering, wenn man den Wettqouten der Buchmacher trauen mag. (Bild: Daniel Priess)

Wer gewinnt den ESC? Die Wettquoten der Buchmacher liefern oft eine ziemlich gute Vorhersage - die für Deutschland kein gutes Vorzeichen ist.

Liegt auf Platz drei der Buchmacher: Søren Torpegaard Lund tritt mit dem Popsong „Før Vi Går Hjem“ für Dänemark an. (Bild: Nikolaj Thaning Rentzmann / EBU)

Liegt auf Platz drei der Buchmacher: Søren Torpegaard Lund tritt mit dem Popsong „Før Vi Går Hjem“ für Dänemark an. (Bild: Nikolaj Thaning Rentzmann / EBU)

Zugegeben: Im letzten Jahr lag die „Prognose“ daneben. Vor dem Eurovision-Finale in Basel 2025 sahen die Buchmacher den Beitrag aus Schweden ganz vorne: „Bara Bada Bastu“ von der Band KAJ landete am Ende aber nur auf Platz zwei, während der Österreicher JJ mit „Wasted Love“ den Sieg davontrug. Und dennoch: In den drei Jahren zuvor - und oft genug in der Vergangenheit, etwa bei Lenas Sieg 2010 - konnte man an den Wettquoten bereits vorab den Sieger ablesen. Insofern lohnt es sich bereits jetzt, einen Blick auf die aktuellen Favoriten der Buchmacher für den ESC in Wien zu werfen - auch wenn jener düster für Deutschland ausfällt.

100 bis 250 zu 1 lauten die Quoten derzeit (Stand: 24. April): Wer also zehn Euro auf einen Sieg von Sarah Engels und ihren Song „Fire“ setzt, könnte bei den Buchmachern bis zu 2.500 Euro gewinnen. Mit dieser Quote liegt der deutsche Beitrag allerdings nicht einmal unter den Top 20. Dieses Ranking wird sich bis zum Finale sicher noch ändern: Zahlreiche Länder müssen sich - im Gegensatz zu Deutschland, das zu den immer gesetzten „Big Five“ zählt - schließlich erst noch im Halbfinale qualifizieren. Dennoch: Die derzeitigen Favoriten kommen aus anderen Ländern.

Finnland ist der Top-Favorit der Buchmacher

Monroe will mit „Regarde!“ den Sieg nach Frankreich holen, laut der Buchmacher stehen ihre Chancen dafür sehr gut. (Bild: Thomas Braut / France TV / EBU)

Monroe will mit „Regarde!“ den Sieg nach Frankreich holen, laut der Buchmacher stehen ihre Chancen dafür sehr gut. (Bild: Thomas Braut / France TV / EBU)

Zu den Top Fünf zählen Griechenland (Quote: 8 bis 13 zu 1), das mit dem Sänger Akylas und seinem Dance-Pop-Song „Ferto“ ins Rennen geht, während Australien (Quote: 6,5 bis 9 zu 1) mit der vielleicht bekanntesten Künstlerin des diesjährigen Wettbewerbs, Popstar (“Lost Without You“) und Schauspielerin (“Neighbors“) Delta Goodrem, und der Pop-Ballade „Eclipse“ zu punkten versucht.

Die Topfavoriten für den ESC 2026 kommen aus Finnland: Pete Parkkonen und die klassische Violinistin Linda Lampenius treten mit dem Song „Liekinheitin“ an. (Bild: Nelli Kenttä / EBU)

Die Topfavoriten für den ESC 2026 kommen aus Finnland: Pete Parkkonen und die klassische Violinistin Linda Lampenius treten mit dem Song „Liekinheitin“ an. (Bild: Nelli Kenttä / EBU)

Noch bessere Chancen haben laut der Buchmacher aber Dänemark (Quote: 5,5 bis 7 zu 1), das den Musical-Darsteller Søren Torpegaard Lund mit dem Popsong „Før Vi Går Hjem“ antreten lässt, und Frankreich (Quote: 4,5 bis 6 zu 1), das die 17-jährige Newcomerin Monroe mit dem hochdramatischen Chanson „Regarde!“ nach Wien schickt.

Absoluter Top-Favorit auf den Sieg ist aber Finnland (Quote 5/4 bis 6/4 zu 1): Mit ihrer Mischung aus Dance-Pop und Klassik-Elementen und ihrem Titel „Liekinheitin“ könnten es Pop-Sänger Pete Parkkonen und die klassische Violinistin Linda Lampenius tatsächlich schaffen, den ESC-Titel zum zweiten Mal nach Lordi 2006 nach Finnland zu holen.

Auffällig ist in diesem Jahr die hohe Anzahl von Beiträgen, die die Künstlerinnen und Künstler in ihrer Muttersprache performen und so aus der Masse herausstechen. Vielleicht auch ein Fingerzeig für Deutschland - damit man im nächsten Jahr auch zu den Favoriten der Buchmacher gehört. (tsch)