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DSDS vor den Liveshows konfusMenowin am Boden - und RTL bringt die Fans auf die Palme

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Im letzten Lied der zweiten Recall-Runde begeisterten Menowin Fröhlich (rechts) und Delijah Haile (verdeckt). Dieter Bohlen umarmte sie und meinte: „Ihr habt mich glücklich gemacht.“ (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Im letzten Lied der zweiten Recall-Runde begeisterten Menowin Fröhlich (rechts) und Delijah Haile (verdeckt). Dieter Bohlen umarmte sie und meinte: „Ihr habt mich glücklich gemacht.“ (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Panikattacke auf der Bühne! Mädchenschwarm raus! Eine Favoritin schmeißt hin! Die Recall-Entscheidung von „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) hatte es in sich. Mittendrin ging sogar DSDS-Legende Menowin zu Boden. Einige Fans gingen dafür auf die Palme.

Das RTL-Sendekonzept scheint bei „Deutschland sucht den Superstar“ weniger klar, als Dieter Bohlens Jury-Urteile. Der Spagat zwischen linearem und Streaming-TV verwirrt viele Fans. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Das RTL-Sendekonzept scheint bei „Deutschland sucht den Superstar“ weniger klar, als Dieter Bohlens Jury-Urteile. Der Spagat zwischen linearem und Streaming-TV verwirrt viele Fans. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Nicht Fisch, nicht Fleisch. Oder: Einem jeden recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. RTL versucht mit „Deutschland sucht den Superstar“ einen Spagat zwischen linearem Fernsehen und Streaming. Oder besser: den sperrigen Versuch, beide Zielgruppen zu bedienen. Das sorgt, kann man nach dieser letzten Recall-Woche sagen, aber weniger für Begeisterung als vielmehr für Verwirrung. Die „DSDS Reality“ ist eher „DSDS Confusion“.

Eine DSDS-Woche im Zeitraffer: Letzten Sonntag wurde auf dem DSDS-Instagram-Account verkündet: „Wir posten ab sofort nicht mehr parallel zur TV-Ausstrahlung bei RTL - sondern gemeinsam mit der Veröffentlichung auf RTL+! Damit ihr die komplette DSDS-Welt bekommt - genau dann, wenn ihr sie schon streamen könnt!“ Das bekamen nicht alle DSDS-Fans mit. Und das machte auch nicht alle froh. „Heißt das jetzt: entfolgt uns oder kauft euch RTL+?“, fragte ein User.

Von den Top 15 schieden Zeliha Coban (22) und Loredana Bono (23) direkt aus. Maric Verch (31), Timur Gross (19), Tyrell Hagedorn (18) und Lex Spielhaupter (35, von links) mussten als Wackelkandidaten erneut vor die Jury. Da musste Timur gehen. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Von den Top 15 schieden Zeliha Coban (22) und Loredana Bono (23) direkt aus. Maric Verch (31), Timur Gross (19), Tyrell Hagedorn (18) und Lex Spielhaupter (35, von links) mussten als Wackelkandidaten erneut vor die Jury. Da musste Timur gehen. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Am vergangenen Dienstag wurde die erste Recall-Sendung bei RTL linear gesendet. Sie endete halbgar: Erstens fehlte einer der fünf Gruppenauftritte. Zweitens gab es logischerweise keinerlei Entscheidungen über das Erreichen der nächsten Runde. Das wurde nun am Samstag mit der zweiten (und letzten) Recall-Show für die „Linearen“ nachgeholt.

Problem: Die „Instagramer“ wussten da bereits seit Tagen, wer es in die Liveshows schaffte - und sogar, dass es zwischen der Aufzeichnung im Herbst und den am Dienstag startenden Liveshows eine weitere Sensation gab: Delijah Haile, eine große Favoritin, stieg freiwillig aus. Bei Instagram gab es diese Info schlappe fünf Stunden, nachdem noch Delijahs letzter Recall-Auftritt gepostet wurde. Und ein paar Stunden später wurde dann in Posts und Reels auch darüber informiert, wer anstelle von Delijah in der ersten Liveshow performen wird. Und das alles drei Tage, bevor sich im linearen Fernsehen Delijah überhaupt für die Liveshow qualifizierte, auf die sie dann verzichtete.

Die Jury bat die „hoffnungsvollen Zwölf“ zur letzten Live-Runde. Dort warteten als Überraschung Familienangehörige und Freunde der Talente. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Die Jury bat die „hoffnungsvollen Zwölf“ zur letzten Live-Runde. Dort warteten als Überraschung Familienangehörige und Freunde der Talente. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Klingt komisch? Ist es nicht. Die digitale Welt ist schnell. Und sorgt für Konfusion. Und die könnte noch größer werden.

DSDS Confusion: RTL-Spagat verwirrt die Fans

Jedes Talent musste einen Song singen. Neomi Stefaniak erlitt eine Panikattacke und musste abbrechen. Sie schied aus. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Jedes Talent musste einen Song singen. Neomi Stefaniak erlitt eine Panikattacke und musste abbrechen. Sie schied aus. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Viele Fans lässt die RTL-Offensive an digitalen wie linearen Schauplätzen ratlos zurück. Und auch verärgert. „Wofür dann noch gucken? Weiß man ja jetzt eh schon alles“, „Wie schlecht ist das denn ... noch kein Recall gesehen und schon weiß man, wer in den Liveshows ist“, hieß es. Und selbst Streaming-User waren verstimmt: „Könnt ihr mal bitte später spoilern? Die Folge ist keine 24h online und schon wird hier ALLES verraten.“ Viele verloren zudem den Überblick. „Es sind jetzt 11 Kandidaten?“, „Ist Constance weiter?“, „Wie, Menowin?“

Wir bringen, ganz altmodisch, Licht ins Dunkel.

Auch Tyrell Hagedorn wurde von der Jury beschieden: „Es reicht nicht, Danke, tschüss.“  (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Auch Tyrell Hagedorn wurde von der Jury beschieden: „Es reicht nicht, Danke, tschüss.“ (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Recall-Show 2 begann mit dem Auftritt von Menowin Fröhlich und Delijah Haile, für den in Recall-Show 1 kein Platz mehr gewesen war. Dramaturgie und so. Jedenfalls waren beide brillant. Pop- und DSDS-Titan Dieter Bohlen umarmte seine „beiden Schnuckelhasen“ und verriet mit glänzenden Augen: „Ihr habt mich glücklich gemacht.“ Und deshalb zogen sie auch in die nächste Runde ein. Von vier Wackelkandidaten, die erneut solo performen mussten, schied einer aus. Es erwischte den schüchternen Mädchenschwarm Timur Gross (19). Den faltete der Dieter aber zum Abschied noch ordentlich: „Meine Fresse, das kann man eigentlich nicht schlechter machen.“

Dieter Bohlen gerührt: „Ihr habt mich glücklich gemacht“

Dann schienen die „Top Ten“ für die erste Liveshow gefunden. Die Außerwählten freuten sich zurecht. Das war das letzte Bild von den Aufzeichnungen, die bereits im Herbst 2025 stattfanden.  (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Dann schienen die „Top Ten“ für die erste Liveshow gefunden. Die Außerwählten freuten sich zurecht. Das war das letzte Bild von den Aufzeichnungen, die bereits im Herbst 2025 stattfanden. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Das „hoffnungsvolle Dutzend“ bekam Songs zugeteilt und performte vor Publikum, das überraschenderweise aus „Family & Friends“ bestand. Mama, Papa, Geschwister und sonstige Liebste im Audience zu sehen, sorgte für ordentlich Feuchtgebiete in den Augen der Talente.

Seither hat sich einiges getan: Am vergangenen Mittwoch verkündete RTL in einer Pressemeldung, dass bei der ersten Liveshow am kommenden Dienstag nicht wie geplant zehn, sondern elf Talente teilnehmen. (Bild: RTL)

Seither hat sich einiges getan: Am vergangenen Mittwoch verkündete RTL in einer Pressemeldung, dass bei der ersten Liveshow am kommenden Dienstag nicht wie geplant zehn, sondern elf Talente teilnehmen. (Bild: RTL)

Es gab einige brillante und einige dramatische Auftritte. Kadischa Weiß (21) sorgte mit „Golden“ (Huntr/X) für Begeisterung (“Keine hätte das so singen können wie du“), Delijah mit „I Have Nothing“ von Whitney Houstion für Gänsehaut beim Pop-Titanen und feuchte Augen im Studio-Rund. Maric Verch (31), eben noch Wackler, schluchzte sich mit „Grüne Augen lügen nicht“ (Jeremias) in die Herzen aller, Abii Faizan (24) machte mit „Bruises“ (Louis Capaldi) nicht nur seine Eltern stolz, sondern auch die Jury.

Nesthäkchen Valentina Wagner (16) überzeugte mit „Flowers“ (Miley Cyrus), Peter Heimerdinger (42) sorgte mit „I sing a Liad für di“ (Andreas Gabalier) für Stimmung. Constance Dizendorf (19) schlug sich wacker mit dem ihr unbekannten „The Fate of Ophelia“ von der ihr ungeliebten Taylor Swift. Paco Lazar Simic (23) war mit seinem „7 Years“ (Lukas Graham) nicht so zufrieden wie die Jury und Lex Spielhaupter (35) hatte nach „Lose Control“ (Teddy Swims) zwar wieder mal eine Ausrede, aber immerhin auch eine starke Stimme zu Gehör gebracht.

Denn Delijah Haile nutzte die Zeit zwischen Aufzeichnungen im Herbst und der ersten Liveshow, um sich „aus persönlichen Gründen“ von DSDS zurückzuziehen. Für sie bekommen Tyrell Hagedorn und Noemi Stefaniak, eigentlich ausgeschieden, eine neue Chance. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Denn Delijah Haile nutzte die Zeit zwischen Aufzeichnungen im Herbst und der ersten Liveshow, um sich „aus persönlichen Gründen“ von DSDS zurückzuziehen. Für sie bekommen Tyrell Hagedorn und Noemi Stefaniak, eigentlich ausgeschieden, eine neue Chance. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Sie alle schafften es in die Liveshows. Aber es gab auch ein paar Dramen.

„Krasses Erlebnis“: Menowin Fröhlich von Gefühlen überwältigt

Fraglich ist auch, ob Menowin Fröhlich bei der Liveshow dabei sein wird. In das „DSDS Loft“ zog er jedenfalls zunächst nicht ein. Das sahen aber nur Zuschauer von RTL+ im Streaming-Format „DSDS - Die Reality“. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Fraglich ist auch, ob Menowin Fröhlich bei der Liveshow dabei sein wird. In das „DSDS Loft“ zog er jedenfalls zunächst nicht ein. Das sahen aber nur Zuschauer von RTL+ im Streaming-Format „DSDS - Die Reality“. (Bild: RTL/Stefan Gregorowius)

Menowin Fröhlich spürte den „Flattermann“. Klar, auf der DSDS-Legende ruhten alle Blicke. Nicht jeder findet es toll, dass er wieder dabei ist - weder innerhalb des DSDS-Teilnehmerfeldes noch draußen im Netz. Er kämpfte um seine dritte Chance, wollte sich neu präsentieren: „Pur, klar, mit ausgerichtetem Ziel.“ Von seinem „Easy“ (Commodores) war dann aber nicht nur Dieter Bohlen (“Weltklasse!“) begeistert, sondern auch er selbst. Er fiel nach dem Auftritt backstage auf die Knie und musste sich von Emotionen überwältigt sammeln. „Das war ein krasses, krasses Erlebnis.“

Das wurde es für Noemi Stefaniak (23) auch. Leider. Sie erlitt bei „Beifahrer“ (Ayliva) einen totalen Blackout. „Das war fast ne Panikattacke“, meinte Bohlen. Bushido zeigte Verständnis (“Ich leide mein Leben lang unter Panikattacken“), konnte aber auch nichts ändern. Isi Glück: „Man muss halt trotzdem abliefern, wenn man da oben steht.“ Das klappte bei Noemi nicht. Und auch nicht bei Tyrell Hagedorn (18). Dramatisch war an seinem Auftritt mit „Gewinner“ (Clueso) aber nur das Ergebnis: Er schied, wie auch die arme Noemi, aus.

DSDS - Die Reality: Noch mehr Unklarheiten vor der ersten Liveshow

Das ist für alle, die ausschließlich lineares RTL gucken und die sozialen Medien ignorieren, der Ist-Stand vor der ersten Liveshow am kommenden Dienstag. Faktisch ist es aber so, dass für die freiwillige gegangene Delijah die eigentlich ausgeschiedenen Noemi und Tyrell als Nachrücker wieder einsteigen. Statt Top Ten gibt's also eine Top-Elf in der ersten Mottoshow.

Denn auch Menowin, der „verlorene Sohn von DSDS“, ist wieder da. Der war nämlich zwischendurch mal weg. In den ersten Ausgaben der Quasi-Doku-Serie „DSDS - Die Reality“, die seit dem 21. April täglich nur auf RTL+ (und in Ausschnitten auf Instagram) zu sehen ist und den Alltag der Finalisten in der Vorbereitung auf die erste Liveshow zeigt, glänzte Menowin zunächst durch Abwesenheit. Erst war von Krankheit die Rede, dann - in einer RTL-Pressemeldung - von „Dämonen der DSDS-Vergangenheit“, mit denen Menowin erneut kämpfen müsste.

Er scheint gewonnen zu haben: In der vierten Folge von „DSDS - Die Reality“ wurde am Samstag (25. April) endlich von seinem Einzug ins Loft berichtet. Konkrete Gründe für die „Verspätung“ wurden weder von der Produktion noch von Menowin genannt. (tsch)