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Reunion für ESC-VorentscheidSchwedische Kultband feiert überraschendes Comeback

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Die A*Teens stehen auf der Bühne.

Die A*Teens haben sich für das Finale des Melodifestivalen 2026 qualifiziert.

Nach über zwei Jahrzehnten Pause kehrt die schwedische Popgruppe A*Teens zurück und nimmt am ESC-Vorentscheid teil.

Ein signifikantes Comeback findet auf der Musikbühne statt: Die A*Teens sind zurückgekehrt. In Linköping setzten sich am Samstag, dem 31. Januar 2026, Marie, Sara, Dhani und Amit in der ersten Vorrunde des Melodifestivalen 2026 durch. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Stille kehrte die schwedische Popgruppe, die von 1998 bis 2004 die Charts anführte, erfolgreich ins Rampenlicht zurück und ließ ihre Konkurrenz hinter sich.

A*Teens qualifizieren sich direkt für das Finale des Vorentscheids

Das Quartett, das einst mit dem ABBA-Cover-Album „The ABBA Generation“ bekannt wurde, sicherte sich souverän den Einzug ins große Finale. Sie konkurrieren nun offiziell um die Vertretung Schwedens beim Eurovision Song Contest in Wien. Berichten schwedischer Medien zufolge geht es der Band um mehr als nur Nostalgie und vergangene Erfolge. Mit ihrem neuen Titel „Iconic“ hat die Gruppe ein musikalisches Zeichen gesetzt, das den aktuellen Zeitgeist zu treffen scheint.

Dies ist ihre erste eigene Veröffentlichung seit der Trennung vor etwa 22 Jahren. Zuvor erzielten die A*Teens Erfolge mit Neuinterpretationen von ABBA-Liedern wie „Mamma Mia“ oder „Super Trouper“. Später hatten sie auch eigene Hits, darunter „Upside Down“ oder „Floorfiller“.

Der neue Song kombiniert den klassischen Pop-Stil der Band mit modernen Rhythmen. Laut ESC-Blogs und schwedischen Medien zeigt dies, dass die vier Mitglieder nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt haben. Der Refrain verbreitete sich in den sozialen Netzwerken innerhalb von Minuten, und die Streaming-Zahlen stiegen kurz nach der Veröffentlichung am Wochenende merklich an.

Bandmitglieder sprechen offen über die Gründe für die lange Pause

Der Weg zu dieser Wiedervereinigung galt als schwierig. In der 2024 erschienenen Dokumentation „A-Teens: Försoningen“ äußerten sich die Mitglieder erstmals offen über den intensiven Wettbewerb und den großen Druck, den sie in ihren frühen Zwanzigern erlebten. Heute ist von der einstigen Rivalität nichts mehr zu bemerken. Gegenüber der schwedischen Tageszeitung „Aftonbladet“ erklärten die Bandmitglieder, dass die ausgedehnte Pause sie letztendlich enger zusammengebracht und gestärkt habe.

„Es bedeutet mir alles, sie wieder so nah bei mir zu haben“, äußerte Sara Lumholdt sichtlich bewegt vor der Vorrunde des Melodifestivalen. Marie Serneholt fügte hinzu, dass die Bindung zwischen den Bandmitgliedern mittlerweile tiefer sei als zu manchen Familienangehörigen.

Comeback nicht aus finanziellen Motiven

Gerüchte über eine rein finanzielle Motivation für die Reunion wies die Band lachend von sich. „Wir machen das wirklich mit dem Herzen und für die Fans“, stellte Marie Serneholt klar. Obwohl die Logistik eine große Herausforderung darstellt, da die vier Mitglieder in Schweden, England, den USA und Island leben, sollen Proben über Zoom den Zusammenhalt der Band sogar gefestigt haben.

Obwohl sie bei den Buchmachern als Favoriten gelten, ist die Anspannung innerhalb der Gruppe spürbar. Da sowohl Marie als auch Sara bei früheren Teilnahmen am Melodifestivalen als Solokünstlerinnen frühzeitig ausgeschieden sind, vermeiden sie konsequent Gespräche über Wettquoten und Finalaussichten. Dhani Lennevald fasste es zusammen: „Davon bekommt man nur Magengeschwüre.“