„Rocky Balboa“ (2006) setzte der berühmtesten Boxer-Saga der Filmgeschichte einen würdigen Schlusspunkt - da macht auch die Wiederholung des Auftaktdramas wieder ungetrübt Freude.
Heute im Free-TVMit diesem Oscar-gekrönten Drama begann eine neunteilige Kultfilmreihe

Der berühmteste Boxer der Filmgeschichte: Rocky Balboa (Sylvester Stallone). (Bild: Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.)
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Rocky (Sylvester Stallone) bereitet sich mit einem harten Training auf seinen großen Kampf vor. (Bild: © Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.)
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Rocky Balboa (Sylvester Stallone) will es aus den Slums von Philadelphia ganz nach oben schaffen. (Bild: © Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.)
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„Alles, was ich habe, verdanke ich Rocky Balboa. Ich habe Rocky nicht geschaffen - er schuf mich.“ Sylvester Stallone weiß um die Verdienste seiner berühmtesten Idee. Er personifizierte den amerikanischen Traum in Form eines talentierten Jung-Boxers und traf nicht nur in den Vereinigten Staaten den Nerv der Zeit. Jetzt wiederholt Kabel Eins (Mittwoch, 29. April, 22.35 Uhr) mit „Rocky“ den Kult-Streifen, mit dem 1976 alles begann.

Ein ungleiches Paar: Boxer Rocky (Sylvester Stallone) und die schüchterne Adrian (Talia Shire) gehen gemeinsam durch dick und dünn. (Bild: © Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.)
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Dieser furiose erste Teil brachte Sly gar Oscarnominierungen als bester Schauspieler und als bester Drehbuchautor ein. Auszeichnungen, die er nicht bekam, jedoch erhielt der Film drei der begehrten Trophäen für den besten Schnitt, die beste Regie und den besten Film. Stallone spielt den jungen Kämpfer aus den Slums von Philadelphia, der sich sein Geld als Schuldeneintreiber und bei Hinterhofkämpfen verdient. Eines Tages erhält der „italienische Hengst“, wie er sich im Ring nennt, die Chance seines Lebens: Er darf gegen den amtierenden Weltmeister (Carl Weathers) antreten.
Gelungenes, sensibles Drama

Der große Tag ist gekommen: Trainer Mickey (Burgess Meredith, rechts) strotzt vor Optimismus, sein Schützling Rocky (Sylvester Stallone) schaut noch etwas phlegmatisch aus der Boxerkluft. (Bild: © Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.)
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Mit der erbitterten Gegenwehr des Underdogs Rocky Balboa hat Weltmeister Apollo Creed (Carl Weathers) nicht gerechnet. (Bild: © Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.)
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Der Underdog Rocky Balboa wurde zum berühmtesten Boxer der Filmgeschichte. Der Streifen, zu dem Titelheld Stallone auch das Drehbuch verfasste, spielte an den Kinokassen weltweit 225 Millionen Dollar ein. Als Grund für dieses damals gigantische Ergebnis erachtete der Star selbst „den Optimismus der ganzen Geschichte“.

Coach Mickey (Burgess Meredith, rechts) lässt nichts unversucht, den Underdog Rocky für seinen großen Kampf in Form zu bringen. (Bild: © Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc. All Rights Reserved.)
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Der erste „Rocky“ ging als gelungenes, sensibles Drama in die Filmgeschichte ein, auch dank der noch heute besten schauspielerischen Leistung von Stallone. Als er in den Fortsetzungsfilmen (Kabel Eins zeigt am Freitag, 1. Mai, ab 13.20 Uhr alle fünf „Rocky“-Teile) begann, das Denkmal Balboa sowohl in charakterlicher als auch in sportlicher Sicht hin und wieder infrage zu stellen, ließ nicht nur der Erfolg nach, sondern auch die Qualität der Streifen.
Anfang 2007 verhalf er Rocky Balboa mit dem gleichnamigen Kinofilm jedoch zu einem ehrenvollen Abgang. Die drei „Creed“-Spin-off-Filme, die die Geschichte von Adonis „Donnie“ Johnson erzählen, einem unehelichen Sohn von Rockys einstigem Erzfeind Apollo Creed, setzten die Filmreihe würdig fort. (tsch)