Ein Todesfall in der Familie warf den beliebten Moderator völlig aus der Bahn.
„Kündige alles“Horst Lichter dachte nach Schicksalsschlag an TV-Ausstieg

Horst Lichter hat unter dem Krebstod seiner Mutter schwer gelitten. (Archivfoto)
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Seit über 13 Jahren gilt Horst Lichter als der gut gelaunte Trödelonkel des ZDF. Mit der Sendung „Bares für Rares“ ist er ein fester Bestandteil des deutschen Nachmittagsfernsehens geworden. Doch nur wenige wissen, wie nah der Erfolg der Kultshow an einem Karriere-Ende stand.
Im Podcast von Barbara Schöneberger hat der beliebte Moderator jetzt offenbart: Kurz vor dem Start der ZDF-Trödelshow wollte er alles hinwerfen.
Kurz vor „Bares für Rares“: Horst Lichter dachte an Karriere-Aus
Der Tod seiner Mutter traf ihn tief. „Als ich meine Mutter begleitet habe, beim Entdecken des Krebses bis zum Tod, da war ich die Monate bei ihr“, berichtet der Star aus „Bares für Rares“.
Der Schicksalsschlag ereilte ihn auf dem Höhepunkt seiner Karriere als TV-Koch. In den 1990er-Jahren war Lichter zum Star der Kochsendungen aufgestiegen und zählte zu den bekanntesten Gesichtern im deutschen Fernsehen. Dann erkrankte seine Mutter an Krebs.
Der Moment der Erkenntnis war radikal. „Danach habe ich gesagt: Das ist jetzt gut, ich kündige alles!“, erinnert sich der 64-Jährige. Er kündigte gleich fünf laufende Verpflichtungen und wollte eigentlich komplett aus dem Fernsehen aussteigen. Nur ein Projekt ließ er nicht fallen: den Piloten einer neuen Trödelshow.
Horst Lichter nach Schicksalsschlag: „Ist jetzt gut, ich kündige alles“
Dass ausgerechnet „Bares für Rares“ seine Rettung werden würde, glaubte damals kaum jemand. Selbst der damalige Intendant war skeptisch. „Horst, komm! Trödel funktioniert nicht im Fernsehen“, soll er gesagt haben. Lichter überredete ihn trotzdem. 2013 startete die Sendung und wurde zum Dauerbrenner mit regelmäßig hohen Einschaltquoten. Heute ist die Show aus dem ZDF-Programm nicht mehr wegzudenken.
Rückblickend betont Lichter, dass der heutige Erfolg für ihn ein Geschenk sei. Neben seiner Tätigkeit als Moderator engagiert er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Dormagen und gönnt sich zwischendurch Auszeiten mit seiner Frau Nada. Der Podcast-Auftritt zeigt: Hinter dem schnurrbärtigen Lächeln steckt ein Mann, der weiß, wie zerbrechlich Karrieren sein können – und wie wichtig es ist, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen. (mbr)
