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Laura Lippmann kritisiert Barrierefreiheit im deutschen Fernsehen„Noch einen langen Weg“

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Laura Lippmann spielt in „Frieda - Mit Feuer und Flamme“ ihre erste große Hauptrolle. Privat studiert die 36-Jährige barrierefreie Kommunikation. (Bild: Joyn/René Lohse)

Laura Lippmann spielt in „Frieda - Mit Feuer und Flamme“ ihre erste große Hauptrolle. Privat studiert die 36-Jährige barrierefreie Kommunikation. (Bild: Joyn/René Lohse)

Als Krankenschwester Frieda setzt sich Laura Lippmann in „Frieda - Mit Feuer und Flamme“ für das Überleben einer freiwilligen Feuerwehr ein. Welches Thema ihr privat am Herzen liegt, verrät sie im Interview zum Start der SAT.1-Serie.

In der neuen SAT.1-Vorabendserie „Frieda - Mit Feuer und Flamme“ spielt Laura Lippmann ihre erste große Hauptrolle. Neben ihrem Job als Schauspielerin verfolgt Lippmann jedoch noch einen zweiten Weg: Die gebürtige Leipzigerin studiert barrierefreie Kommunikation: Das deutsche Fernsehen habe dabei „noch einen langen Weg“ vor sich, wie sie im Interview mit der Agentur teleschau verrät.

Die Öffentlich-Rechtlichen seien bei Untertiteln und Audiodeskriptionen schon „sehr weit“ und auch die privaten Sender machen zumindest „Schritte in die richtige Richtung“, erklärt die Schauspielerin. Aber „wir sollten noch viel mehr auf die Anliegen und die Expertise der Betroffenen hören“, findet Lippmann.

Laura Lippmann: „Die Schauspielerei ist noch lange nicht barrierefrei“

Während die Barrieren, einen Film oder eine Serie anzuschauen, langsam kleiner werden, sind sie, wenn es darum geht, bei einer Produktion mitzuwirken, weiterhin hoch: „Die Schauspielerei ist noch lange nicht barrierefrei. Schon der Zugang zur Ausbildung ist für Menschen, die etwa körperlich eingeschränkt, blind oder taub sind, schwierig“, erklärt die 36-Jährige: Werden die Hürden gesenkt, dann könnten „diese Personen wirklich an der Gesellschaft teilhaben“.

Lippmann, deren ältere Schwester gehörlos ist, setzt sich schon seit Jahren vor allem für die Belange von nicht-hörenden Menschen ein und machte bereits eine Ausbildung zur Kommunikationsassistentin für Deutsche Gebärdensprache. In ihrem Studium, beschreibt sie im teleschau-Interview, gehe es jedoch nicht nur um „Sinnesbarrieren“, sondern beispielsweise auch um die digitalen Hürden, die älteren Leuten den Alltag erschweren: „Im Gegensatz zu unseren Generationen sind sie nicht damit aufgewachsen und werden dadurch im Alltag oft ausgeschlossen.“

Darum geht es in „Frieda - Mit Feuer und Flamme“

Die SAT.1-Vorabendserie „Frieda - Mit Feuer und Flamme“ erzählt von der titelgebenden Intensivkrankenschwester (Laura Lippmann), die für den Geburtstag ihres Vaters Otto (Andreas Borcherding) in ihre alte Heimat in der Sächsischen Schweiz zurückkehrt. Doch als sie mit Tochter Pippa (Natascha Weitzendorf) ankommt, stellt sie schnell fest: Es gibt einige Gründe zu bleiben. Otto ist krank und sein Lebenswerk, die Freiwillige Feuerwehr, steht vor dem Aus. Das will Frieda unbedingt verhindern und muss dafür mit ihrem Ex-Partner Felix (Christopher Kohn) zusammenarbeiten ... Die ersten zehn Folgen sind ab Freitag, 29. Mai, bei Joyn zu sehen. Ab Montag, 1. Juni, läuft die Serie in täglichen Doppelfolgen bei SAT.1. (tsch)