Mit „Im Grunde Mord“ präsentiert das ZDF eine neue Krimiserie, die im Teutoburger Wald angesiedelt ist. Ein Geschwisterpaar, dessen schwierige Beziehung im Zentrum steht, übernimmt die Ermittlungen.
Mord im Teutoburger WaldZDF startet neue Krimireihe „Im Grunde Mord“ aus Detmold

Schauspielerin Hanna Plaß spielt in einer neuen ZDF-Krimireihe die Kommissarin Paula Schäfer.
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Eine bislang selten für Filmproduktionen genutzte Kulisse rückt in den Fokus: Der Teutoburger Wald wird Schauplatz einer neuen Krimireihe des ZDF. Wie die dpa meldet, trägt die Serie den Namen „Im Grunde Mord“ und wurde von Autor Stefan Rogall konzipiert. Die erste Episode mit dem Titel „Blutsbande“ wird am Montag, den 20. April, um 20.15 Uhr ausgestrahlt und führt die Zuschauer nach Detmold im Kreis Lippe.

Das Hermannsdenkmal zählt zu den größten und bekanntesten Denkmälern in Deutschland - und ist natürlich in der neuen ZDF-Krimireihe zu sehen. (Archivbild)
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Konfliktreiche Zusammenarbeit der Ermittler-Geschwister
Den Kern der Handlung bildet ein unkonventionelles Ermittlerduo: die Geschwister Paula und Leon Schäfer, dargestellt von Hanna Plaß und Jakob Benkhofer. Zusätzliche Spannung entsteht dadurch, dass Paula nach langer Zeit in Hamburg als Polizistin in ihre Heimat zurückkehrt – offiziell, um eine Schwangerschaftsvertretung zu übernehmen.
Ihr Bruder Leon zeigt sich über ihre Anwesenheit wenig begeistert, was zu ständigen Auseinandersetzungen führt und die Arbeitsatmosphäre spürbar belastet. Der Rechtsmediziner Ralf Ächterdiek (Robert Schupp) fasst die angespannte Lage zusammen: „Wollen wir vielleicht mal zusammen einen Kaffee trinken? Ehrlich, ist doch keine schöne Stimmung!“
Tödlicher Sturz am Wahrzeichen der Region
Der Kriminalfall beginnt spektakulär: Von den Externsteinen, einem bekannten Touristenmagneten, stürzt eine Person in den Tod, während Paula Schäfer in der Nähe Kajak fährt. Autor Rogall und Regisseur Bruno Grass stehen damit vor der komplexen Aufgabe, in der Auftaktfolge sowohl das Team und die Gegend einzuführen als auch eine fesselnde Geschichte zu entwickeln.
Obwohl dies nicht durchgängig gelingt, trägt die hochkarätige Besetzung dazu bei, die verschiedenen Handlungsstränge zusammenzuhalten. Ann-Kathrin Kramer verkörpert die Staatsanwältin Britta Everslage, während Julika Jenkins als deren Freundin, die Ärztin Dr. Yvonne Hoffmann, zu sehen ist. Der österreichische Darsteller Bernhard Schir spielt überzeugend den Unternehmer Torsten Brokämper, der politische Ambitionen hegt und als Konkurrent der Staatsanwältin auftritt.

Die Externsteine sind eine markante Sandstein-Felsformation im Teutoburger Wald - eine Natursehenswürdigkeit Deutschlands. (Archivbild)
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Familiendrama rückt in den Vordergrund
Abseits der polizeilichen Ermittlungen wird viel Sendezeit der Aufklärung der komplizierten Verhältnisse in Paulas und Leons Familie gewidmet. Die Mutter der beiden ist verstorben, und die Beziehung zu ihrem Vater, einem pensionierten Polizisten, ist zerrüttet. Die Staatsanwältin Everslage scheint in der Vergangenheit eine Art Ersatzmutterrolle eingenommen zu haben, was Raum für zukünftige Entwicklungen lässt.
Nach einem Disput im Präsidium ermahnt Staatsanwältin Everslage die Geschwister genervt: „Ich denke, es ist nicht zu viel verlangt, dass ihr zumindest hier bei der Arbeit und vor den Kollegen einen professionellen Umgang pflegt“. Bruder Leon stichelt daraufhin gegen den unsteten Lebenswandel seiner Schwester mit der Frage: „Insgeheim plant sie doch schon wieder ihren Absprung, oder nicht?“. Er legt nach: „Wohin soll es diesmal gehen? Berlin? Oder Ausland?“
Ein „herrliches Beziehungs-Ensemble“ laut Produzent
Produzent Bernd von Fehrn beschreibt die Konstellation gegenüber dem ZDF als ein „herrliches Beziehungs-Ensemble einer quasi Patchwork-Familie“. Von Fehrn fügt hinzu: „Und für deren Probleme, Konflikte und auch innerfamiliär bedingten Zipperlein lässt die Erzählung ebenso viel Raum, was ich persönlich sehr mag“.
Auch andere Figuren thematisieren die ungewöhnliche Verbindung. So spricht Unternehmer Brokämper das Duo direkt an: „Und ich dachte, sie seien ein Ehepaar. Aber nein, sie sind die beiden Kinder vom ehemaligen Kriminalrat Schäfer aus Detmold, richtig? Wie geht es ihrem Vater? Ich habe gehört, er ist im Pflegeheim“.
Die Ermittlungen fokussieren sich zunächst auf eine Gruppe von Extremisten, die im Kreis Lippe für Unruhe sorgt. Ein Dachdeckerbetrieb, der vom Verfassungsschutz observiert wird, rückt ebenfalls in den Kreis der Verdächtigen. War der Tod des jungen Mannes politisch motiviert?
Oder handelt es sich bei dem Verbrechen doch um eine Tat aus dem persönlichen Umfeld? Angesichts der zahlreichen Erzählstränge rund um Paula, ihren Bruder und einen Verflossenen aus Hamburg gerät das Opfer zeitweise fast aus dem Blickfeld. Trotz der privaten Verwicklungen findet der Fall am Ende aber seine Aufklärung. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.