Die Enttäuschung ist ihm anzusehen: Zum Finale von „Das perfekte Dinner“ (VOX) am Bodensee möchte Andreas seiner Heimat Österreich ein süßes Denkmal setzen. Doch der anvisierte kaiserliche Nachtisch wird komplett zum „Schmarrn“ - und ein Konkurrent zum Wochensieger.
„Nicht gelungen“Österreichischer „Dinner“-Kandidat scheitert ausgerechnet am Kaiserschmarrn

Pech für Final-Gastgeber Andreas (43): Sein Kaiserschmarrn misslingt. (Bild: RTL)
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Huch, wer überfällt Carina und Luke hier? Der Gastgeber im traditionellen Fastnachts-Kostüm des „Überlinger Hänsele“! (Bild: RTL)
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Zum Finale am Bodensee tritt Gastgeber Andreas (43) selbstbewusst an. Der Vertriebsmitarbeiter eines Hotelkonzerns wohnt am Überlinger See, hat in Kroatien „einen tollen Olivenbauern an der Hand“ und verfügt über eine Dachterrasse mit fantastischem Blick: „Ein Selfie-Hotspot.“ Das Charakteristikum von Überlingen? „Da wohnen doch nur Snobs“, kichern Chiarina (33) und Carina (36): „Sorry, Andreas.“
Auch in Andreas' Küche ist die Stimmung locker. „Andreas kann einfach alles besser“, stichelt seine Freundin Jessica liebevoll, während sie den Mürbteig für seine Käsewähe, ein Schweizer Käse-Küchlein rettet: „Einfach ein bisschen mehr Mehl dazu.“ Ob sie öfters backe? „Gar nicht“, entgegnet sie: „Plätzchen oder so - dafür habe ich keine Zeit.“ Bei der gebackenen Vorspeise geben sie und Andreas jedoch alles: „Gruyère darf durchaus stinken.“

„Der ist wohl in die Hose gegangen“, betrauert Andreas (43) seinen zu weichen Kaiserschmarrn. (Bild: RTL)
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Motto: „Drei Länder, null Kalorien (haha, fast)“ - Regional / bodenständig / authentisch
- Vorspeise: „So ein Nüssli-Käse - und alle lieben es“ - Käsewähe / Salat / Walnuss / Feige
- Hauptspeise: „So zart kann nur der Herbst schmecken“ - Rind / Spätzle / herbstliches Gemüse
- Nachspeise: „Des Kaisers Früchtchen“ - Schmarrn / Apfel / Zwetschge
„Im schlimmsten Fall wird's ein Pfannkuchen“

„Piep, piep, piep...“: Die „Dinner“-Truppe vom Bodensee hat sich wirklich liebgewonnen. (Bild: RTL)
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Jörg (49) gewinnt „Das perfekte Dinner“ am Bodensee. (Bild: RTL)
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„Leckerschmecker“, urteilt Chiarina über die Käsewähe und verlangt sogar nach einem zweiten Stück. Dann geht die kulinarische Reise durchs Dreiländereck weiter: „Das ist Deutschland“, sagt Carina zum Rinder-Schmorbraten, den Andreas mit gefüllten Kürbissen und Spätzle (Chiarina: „Wuchtig“) seviert. Sie muss es wissen, denn bei ihr gab es das Gleiche. Und zwar laut Jörg (49) „deutlich besser“: „Von Fett durchzogen - solide, mehr nicht.“
Was danach kommt, wird zum Schmarrn - im wahrsten Sinne des Wortes. Ausgerechnet das Nationaldessert aus Andreas' Heimat sorgt für Dramatik. Zunächst überrascht der Wahl-Überlinger seine Gäste noch mit einem Auftritt als traditionelles „Fastnachts-Hänsele“, dann macht er sich an die süße Delikatesse mit „besten Bodensee-Äpfeln“.
„Der Schmarrn hat seinen eigenen Charakter - wie wir Österreicher auch“, erklärt er launig. Ist sein eigenes Naturell womöglich labbrig und leicht angebrannt? Die „Konsischtenz“ (Jörg) seines Desserts ist es jedenfalls. „Das ist in die Hose gegangen“, so der enttäuschte Gastgeber. „Im schlimmsten Fall wird's ein Pfannkuchen“, witzelt Chiara noch. Doch der Schmarrn bleibt weich, zu weich. Andreas schaut ratlos in die Pfanne: „Nicht gelungen. Was machen wir jetzt?“ „Anrichten“, sagt Jörg, und Carina tröstet: „Es duftet nach Wohlfühlen.“
Am Ende hat trotzdem alles ein Ende - nur die Wurst habe zwei, wie der mit 29 Punkten abgeschlagene Andreas erschöpft bemerkt. Für Jörg geht der Abend umso besser aus: Mit 38 Punkten gewinnt er „Das perfekte Dinner“ am Bodensee. (tsch)

