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„Mit großer Sorge“Prinzessin Kate und William reagieren überraschend auf Epstein-Enthüllungen

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Prinz William, Prinzessin Kate und im Hintergrund Prinz Andrew.

Prinz William, Prinzessin Kate und im Hintergrund Prinz Andrew. (Archivbild)

Neue Akten zum Epstein-Skandal sorgen auch in Großbritannien für Unruhe. Ein Statement aus dem Palast wirft neue Fragen auf.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters haben Prinz William und Prinzessin Kate sich „tief betroffen“ über die jüngsten Veröffentlichungen im Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein geäußert. Ein Sprecher des Kensington-Palasts erklärte, der britische Thronfolger und seine Frau verfolgten die neuen Entwicklungen mit großer Sorge. Ihre Gedanken seien bei den Opfern. Britische Medien werten das Statement als ungewöhnlich deutlich, da sich ranghohe Royals traditionell nicht zu laufenden Skandalen äußern.

Epstein-Akten rücken Ex-Prinz Andrew erneut in den Fokus

Prinz William, Prinzessin Kate & Dame Sarah Mullally machen Shakehands.

Ein öffentliches Statement gilt als ungewöhnlich, da sich Prinzessin Kate und Prinz William zu laufenden Skandalen oder familiären Belastungen des Königshauses in der Regel nicht äußern. (Archivbild)

Die nun freigegebenen Akten des US-Justizministeriums beschäftigen sich laut BBC, „The Guardian“ und „The Times“ erneut mit den Kontakten von Prinz Andrew zu Jeffrey Epstein. Berichtet wird über Bildmaterial und E-Mail-Verkehr, die den Bruder von König Charles III. betreffen. Neue strafrechtliche Vorwürfe gegen Andrew enthalten die veröffentlichten aber scheinbar Dokumente nicht. Im Fokus der Berichterstattung steht vielmehr erneut die politische und moralische Dimension der Affäre.

Britische Presse analysiert Umgang des Königshauses

Mehrere britische Zeitungen befassen sich mit den Folgen für die Monarchie. Der „Guardian“ spricht von anhaltendem Vertrauensschaden, während die „Times“ betont, dass König Charles III. bereits Konsequenzen gezogen habe. Andrew verlor sämtliche königlichen Ehren und musste sein Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor verlassen.

Prinz Andrew in einem Fahrzeug.

Andrew Mountbatten-Windsor ist nicht mehr Teil des offiziellen Königshauses. (Archivbild)

Kommentatoren sehen darin den Versuch, die Institution Monarchie klar von der Affäre abzugrenzen. Auch Sarah Ferguson wird in britischen Medien erneut kritisch erwähnt, da sie nachweislich Kontakt zu Jeffrey Epstein hatte und diesen später öffentlich als schweren Fehler bezeichnete.

Übereinstimmend betonen britische Medien, dass der Blick nicht allein auf prominente Namen gerichtet werden dürfe. Hervorgehoben wird, dass Prinz William und Prinzessin Kate in ihrem Statement ausdrücklich die Opfer in den Mittelpunkt gestellt haben. Epstein war 2008 verurteilt worden und 2019 erneut festgenommen worden. Einen Monat später starb er in einer New Yorker Gefängniszelle. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid. (jag)