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„Alles Pappnasen“Chris Töpperwien rechnet mit TV-Kollegen ab - und zieht Schlussstrich

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«Mit Stolz kehre ich dem Ganzen den Rücken», sagt Chris Töpperwien. (Archivfoto)

„Mit Stolz kehre ich dem Ganzen den Rücken“, sagt Chris Töpperwien. (Archivfoto)

Der „Currywurstmann“ lässt sich über die Reality-TV-Branche und ihre Protagonisten aus. Für ihn ist Schluss damit.

Der „Currywurstmann“ holt zum Rundumschlag aus: Chris Töpperwien kehrt dem Reality-Fernsehen den Rücken zu. In einem Post auf seinem Instagram-Account rechnet er mit dem Showgeschäft ab und gibt seinen Ausstieg bekannt.

„Mit Stolz kehre ich dem Ganzen den Rücken“, ist in dem Statement zu lesen. Mehrere Medien berichteten zuvor über seinen Entschluss. 

Der gebürtige Neusser ist bekannt aus Reality-TV-Formaten Seine TV-Karriere startete Töpperwien 2012 mit der VOX-Doku-Soap „Goodbye Deutschland“, in der er als Auswanderer porträtiert wurde. Er zog nach Los Angeles, um einen Foodtruck mit Currywürsten zu betreiben, was ihm den Spitznamen „Currywurstmann” einbrachte. Diese Sendung machte ihn zum Star und führte zu weiteren Auftritten in Reality-Formaten wie „Goodbye Deutschland! - Die Auswanderer“ und „Dschungelcamp“.

Chris Töpperwien spricht von „Reality-Pappnasen“

In dem Beitrag holt Töpperwien zunächst zum Rundumschlag gegen seine Reality-Kollegen aus. Er nennt sie etwa „Reality-Pappnasen“ oder „letztklassige Selbstdarsteller“. Töpperwien zieht einen Schlussstrich: „Mir kann man beim besten Willen nicht mehr so viel Geld bezahlen, dass ich mich noch einmal freiwillig in diese untersten Schubladen des Fernsehens begebe. Wie ernst manche dieser aufmerksamkeitsgeilen Clowns ihre Rolle dort nehmen, ist für mich nichts weiter als Comedy.“

Er erklärt weiter, etwa spätestens, „wenn man sich vor laufenden Kameras hemmungslos volllaufen lässt“, sollte man sich „ehrlich fragen, ob man noch alle Tassen im Schrank hat – oder ob man die Kontrolle über das eigene Leben längst abgegeben hat.“ Er habe für „diesen Zirkus“ nichts mehr übrig.

„Manche Kapitel sollte man nicht fortsetzen, sondern endgültig verbrennen. Manche Bühnen verlässt man nicht aus Angst – sondern aus Einsicht“, schreibt er. (mbr/dpa)