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„Segen und Fluch“So geht es Bruce Willis wirklich – Ehefrau packt aus

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Bruce Willis und seine Ehefrau Emma Heming Willis treffen am 11. Oktober 2019 bei der Premiere von „Motherless Brooklyn“ während des 57. New York Film Festivals in New York ein.

Bruce Willis und seine Ehefrau Emma Heming Willis treffen am 11. Oktober 2019 bei der Premiere von „Motherless Brooklyn“ während des 57. New York Film Festivals in New York ein. (Archivbild)

Emma Heming Willis erläutert, weshalb ihr Ehemann Bruce Willis von seiner Demenzerkrankung keine Kenntnis hat.

Im Podcast „Conversations with Cam“ äußerte sich Emma Heming Willis zum Gesundheitszustand ihres Gatten Bruce Willis. Sie teilte mit, dass der Darsteller nicht wisse, dass bei ihm eine frontotemporale Demenz (FTD) vorliegt. Als Grund dafür nannte sie ein neurologisches Phänomen, das als Anosognosie bekannt ist. Das Gehirn von Willis sei dadurch außerstande, die eigene Situation zu erfassen.

Emma Heming Willis über Bruce Willis: Darum erkennt er seine Demenz nicht

Häufig wird eine solche Reaktion irrtümlich für Leugnung gehalten, besonders wenn Patienten Arzttermine meiden und versichern, alles sei in Ordnung. „Tatsächlich ist es die Anosognosie, die hier eine Rolle spielt“, verdeutlichte Heming Willis. „Es ist keine Verleugnung. Es ist einfach so, dass sich ihr Gehirn verändert. Das ist ein Teil der Krankheit.“ Für sie sei dies gleichzeitig ein „Segen und Fluch“. Sie sei glücklich darüber, dass ihr Gatte von seinem Leiden keine Kenntnis habe. Das berichtet „HELLO!“.

Bruce Willis’ FTD-Erkrankung: Diese Symptome belasten ihn besonders

Im Jahr 2023 erhielt Bruce Willis die FTD-Diagnose. Zuvor hatte er schon Anzeichen wie Probleme mit dem Sprechen und Laufen aufgewiesen. Bei dieser progressiven Erkrankung des Gehirns verkümmern der Frontal- und der Temporallappen. Dies beeinflusst das Benehmen, die Persönlichkeit, die Motorik und die Verständigung. Nach Aussage seiner Ehefrau hat Willis vor allem mit Schwierigkeiten bei der Kommunikation zu kämpfen, weniger mit Verhaltensproblemen wie Impulsivität oder Teilnahmslosigkeit.

Emma Heming Willis: „Bruce erkennt mich und unsere Töchter“

Er sei „in seinem Körper noch sehr präsent“, äußerte Heming Willis während des Gesprächs. Sein Gedächtnis sei intakt und er erkenne sowohl sie als auch die gemeinsamen Töchter Mabel und Evelyn. Der Kontakt zu ihm und den Kindern sei zwar verändert, aber nach wie vor „sehr schön“ und „sehr bedeutungsvoll“. Man müsse lernen, sich auf die neue Situation einzustellen und den Menschen dort zu begegnen, wo er steht.

Zusätzlich entschied sich die Familie dazu, Bruce Willis in einem separaten Haus unterzubringen. Die Maßnahme wurde mit Rücksicht auf die gemeinsamen Töchter getroffen. Da Willis einen ruhigen und friedlichen Ort braucht, konnten Mabel (13) und Evelyn (11) keine Freundinnen mehr zu sich einladen oder im Haus herumtoben. „Bruce würde nicht wollen, dass seine beiden jungen Töchter von seiner Krankheit überschattet werden“, sagte Heming Willis.

Sie habe die komplette Familie abgeschottet, was eine äußerst schwierige Phase war. Der Entschluss sei ihr schwergefallen, sei für die Familie jedoch der korrekte Schritt gewesen. „Ich kann die Vorteile daraus sehen. Unsere Kinder blühen auf, und Bruce auch“, setzte sie hinzu. Aus seiner vorherigen Ehe mit Demi Moore hat Willis außerdem drei weitere Töchter: Rumer (37), Scout (34) und Tallulah (31). (jag)