Stanley Tucci reist wieder durch Italien und entdeckt dabei Pasta mit Steinen und Kuchen aus einer Gefängnis-Bäckerei.
Pasta, Steine, HäftlingeStanley Tucci geht in seiner neuen Show auf Genussreise

Hier lässt sich der Schauspieler Stanley Tucci (rechts) von Giuseppe Bertoleoni auf der Insel Tavolara vor Sardinien bekochen. Tucci besucht in der 2. Staffel von «Stanley Tucci in Italien» wieder viele Küchen.
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Der US-Schauspieler erkundet erneut Italiens Kulinarik. Seine Reise führt ihn diesmal zu Häftlingen, die Kuchen backen, und zu einem Gericht mit einer ungewöhnlichen Zutat.
Der Schauspieler Stanley Tucci (63), bekannt durch seine Rollen in „Der Teufel trägt Prada“ und der Serie „Citadel“, setzt seine kulinarische Reise fort. Die Fortsetzung seiner Dokumentation „Stanley Tucci in Italien“ kann auf dem Streaming-Portal Disney+ abgerufen werden. Eine Ausstrahlung im Fernsehen bei National Geographic ist für den 18. Mai angesetzt.
Seine Verbindung zu Italien sei stark, äußerte Tucci, der von italienischen Vorfahren abstammt, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in London. Seine Sprachkenntnisse stammen aus seiner Kindheit, als er zeitweise in Florenz wohnte. „Da war ich etwa 12 oder 13 Jahre alt, also 1973. Ich wurde direkt auf eine italienische Schule geschickt, deshalb musste ich die Sprache lernen“, erläutert der Darsteller, der die Sprache heute fließend beherrscht.
Fokus auf Kultur, Geschichte und Traditionen
Die fünf neuen Episoden führen den Darsteller durch Neapel und Kampanien, Sizilien, die Marken, Sardinien und Venetien. Seine Erkundungen umfassen neben regionalen Delikatessen auch die örtliche Kultur, Historie und Bräuche. So verfolgt er beispielsweise auf Sizilien die vielfältigen kulturellen Prägungen der Kochkunst, die von griechisch-stämmigen Blutorangen bis zu den arabisch beeinflussten Arancini mit Safran reichen.
Auch abseits bekannter Touristenpfade ist Tucci unterwegs, etwa in der Region Marken an der Adria. Dort kostet er manuell geerntete Muscheln und probiert das traditionelle Gericht Vincigrassi, welches von den Bewohnern als überlegene Variante der Lasagne angesehen wird. Die Dokumentation thematisiert zudem einen problematischeren Aspekt, der mit dem Tomatenanbau in Kampanien zusammenhängt.
Ungewöhnliche Gerichte und spezielle Treffen
Gefragt nach seiner bevorzugten Speise, führte Tucci zwei gegensätzliche Beispiele an. Er erzählte: „Da war dieser Koch, der den Mozzarella auf drei verschiedene Arten verwendet hat. Er hat die Pasta sogar im Wasser des Mozzarellas gekocht“. Als Kontrast dazu nannte er eine Mahlzeit, bei der Pasta „einfach nur mit etwas Tomate, Knoblauch, Petersilie und Steinen gekocht“ wurde. Es wird klargestellt, dass die Steine nicht zum Verzehr gedacht sind.
Die Insel Sardinien hat bei dem US-amerikanischen Schauspieler einen besonderen Eindruck hinterlassen. „Die Landschaft ist so rau und ursprünglich“, äußerte Tucci begeistert. „Die Menschen haben ein sehr starkes Bewusstsein für ihre eigene Identität, gleichzeitig sind sie eher ruhig und zurückhaltend. Und sie pflegen diese uralten Rituale weiterhin. Das fasziniert mich unglaublich.“
Tuccis Expertise als Restaurant-Tippgeber
In Venetien kam es zu einem bemerkenswerten Treffen, als Tucci Häftlinge besuchte, die eine besondere Kuchenspezialität produzieren. Sein Wissen über die italienische Gastronomie wird auch von seinen Schauspielkollegen geschätzt. „Wenn ich mit einem Filmprojekt oder Ähnlichem in Italien bin, fragen mich die Leute immer sofort, wo man essen gehen sollte“, teilte er mit. „Und meistens weiß ich tatsächlich Bescheid.“ (dpa/red)
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