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TV-KlassikerWas wurde aus den „Drei Engel für Charlie“-Stars?

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Verführerisch und schlagfertig: Zwischen 1976 und 1981 durften „Drei Engel für Charlie“ der Männerwelt mit Charme in den Hintern treten. (Bild: ZDF / Sony)

Verführerisch und schlagfertig: Zwischen 1976 und 1981 durften „Drei Engel für Charlie“ der Männerwelt mit Charme in den Hintern treten. (Bild: ZDF / Sony)

Mit „Drei Engel für Charlie“ wurden sie vor 50 Jahren zu Stars: So verliefen die Karrieren von Farrah Fawcett, Cheryl Ladd, Jaclyn Smith und Kate Jackson nach dem Serien-Erfolg.

Verführerisch und schlagfertig: Vor 50 Jahren, am 21. März 1976 feierte „Drei Engel für Charlie“ seine Premiere im US-Fernsehen. Fünf Staffeln lang durften drei Privatdetektivinnen der Männerwelt graziös und mit Charme in den Hintern treten. Die Serie machte ihre Darstellerinnen zu Stars. Wir zeigen, was aus ihnen wurde ...

Vom Postergirl zur ernstzunehmenden Schauspielerin: Farrah Fawcett

Farrah Fawcett starb am 25. Juni 2009 im Alter von 62 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. (Bild: Ezra Shaw/Allsport)

Farrah Fawcett starb am 25. Juni 2009 im Alter von 62 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. (Bild: Ezra Shaw/Allsport)

Farrah Fawcett spielte den „Engel“ Jill Munroe zwar nur eine Staffel lang, doch ihr Einfluss auf die Popkultur war enorm. Mit ihrer ikonischen Frisur und dem millionenfach verkauften Poster, das sie in einem roten Badeanzug zeigte, wurde sie zum Sexsymbol der 70er-Jahre. Auch privat stand sie im Fokus: Ihre Beziehungen zu Lee Majors (bekannt aus „Ein Colt für alle Fälle“) und Ryan O'Neal (“Love Story“) sorgten regelmäßig für Schlagzeilen.

Cheryl Ladd blieb nach dem Ende der Serie ein gefragtes TV-Gesicht und tritt bis heute immer wieder in Gastrollen auf. (Bild: Jamie McCarthy/Getty Images)

Cheryl Ladd blieb nach dem Ende der Serie ein gefragtes TV-Gesicht und tritt bis heute immer wieder in Gastrollen auf. (Bild: Jamie McCarthy/Getty Images)

Nach ihrem frühen Serienausstieg suchte Fawcett gezielt nach anspruchsvolleren Rollen, um sich von ihrem „Engel“-Image zu lösen. Für ihre intensive Darstellung im Drama „Extremities“ (1986) erhielt sie eine Golden-Globe-Nominierung und viel Kritikerlob. In den folgenden Jahren war sie vor allem in Fernsehfilmen und Nebenrollen zu sehen, blieb jedoch eine respektierte Darstellerin. Am 25. Juni 2009 starb sie im Alter von 62 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Vielseitig begabt: Cheryl Ladd

Cheryl Ladd übernahm ab der zweiten Staffel die Rolle der Kris Munroe, der jüngeren Schwester von Jill, nachdem Farrah Fawcett die Serie verlassen hatte. Zuvor hatte sie bereits kleinere Rollen im Fernsehen und arbeitete auch als Sängerin; 1978 veröffentlichte sie mit „Cheryl Ladd“ ein Album.

Bereits Mitte der 80er-Jahre machte sich Jaclyn Smith selbst zur Marke und wurde zur erfolgreichen Unternehmerin.   (Bild: Omar Vega/Getty Images for Farrah Fawcett Foundation)

Bereits Mitte der 80er-Jahre machte sich Jaclyn Smith selbst zur Marke und wurde zur erfolgreichen Unternehmerin. (Bild: Omar Vega/Getty Images for Farrah Fawcett Foundation)

Nach dem Ende von „Drei Engel für Charlie“ blieb sie vor allem im US-Fernsehen aktiv. Sie spielte in zahlreichen Fernsehfilmen und übernahm 1983 die Titelrolle im Biopic „Grace Kelly“. In den 90er-Jahren war sie Hauptdarstellerin der Serie „One West Waikiki“. Es folgten wiederkehrende und Gastrollen in Serien wie „Charmed“, „CSI: Miami“ und „Ray Donovan“. Darüber hinaus stand sie auch am Broadway auf der Bühne und veröffentlichte einen Golf-Ratgeber für Frauen (“Token Chick: A Woman's Guide to Golfing with the Boys“) sowie, gemeinsam mit ihrem Ehemann Brian Russell, ein Kinderbuch.

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Ist heute ihre eigene Marke: Jaclyn Smith

Ihre letzte Rolle spielte sie 2007: Kate Jackson hat sich ins Privatleben zurückgezogen.  (Bild: Touchstone Television)

Ihre letzte Rolle spielte sie 2007: Kate Jackson hat sich ins Privatleben zurückgezogen. (Bild: Touchstone Television)

Auch für sie war es die Rolle ihres Lebens: Während ihre Kolleginnen wechselten, spielte Jaclyn Smith in allen 110 Episoden den „Engel“ Kelly Garrett. Nach dem Ende der Serie entschied sie sich bewusst gegen eine klassische Hollywood-Karriere und schlug stattdessen einen unternehmerischen Weg ein.

Bereits 1985 brachte sie in Kooperation mit einer US-Kaufhauskette eine eigene Modekollektion auf den Markt - ein für Schauspielerinnen damals ungewöhnlicher Schritt. Die Marke wurde in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich ausgebaut und umfasst heute unter anderem Möbel, Bettwäsche, Kosmetik und Perücken. Vor der Kamera tritt Garrett nur noch selten auf, bleibt aber ein vertrautes Gesicht: 2019 hatte sie einen Cameo im „3 Engel für Charlie“-Remake, und 2025 war sie in der Serie „Doctor Odyssey“ zu sehen.

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Seit fast 20 Jahren im Schauspiel-Ruhestand: Kate Jackson

Kate Jackson war der „erste“ Engel, der von den Produzenten unter Vertrag genommen wurde. Dennoch haderte sie bald mit dem Sexismus der Serie und den unflexiblen Drehplänen: Sie bekam das Angebot, neben Dustin Hoffman in „Kramer gegen Kramer“ zu spielen, musste sie jedoch aus Zeitgründen absagen. Die Rolle ging an Meryl Streep, die dafür den Oscar gewann.

Ihrer weiteren Karriere schadete die Absage aber nicht. Nach ihrem Ausstieg als „Engel“ übernahm Kate Jackson die Hauptrolle in einer weiteren 80er-Kultserie: An der Seite von Bruce Boxleitner spielte sie die Hausfrau Amanda King, die als „Agentin mit Herz“ vom Geheimdienst angeworben wird. Nach zahlreichen Auftritten in TV-Filmen und Serien (“Ally McBeal“, „Sabrina - Total Verhext!“) hat sich Kate Jackson inzwischen ins Privatleben zurückgezogen. Ihre letzte Gastrolle übernahm sie 2007: In einer Folge „Criminal Minds“ spielte sie eine Botschafterin. (tsch)