Wild auf Wild - und ein bisschen Wettbewerb: An Tag 4 von „Das perfekte Dinner“ (VOX) am Bodensee zeigt Gruppen-Youngster Luke (28) zwischen Reh-Carpaccio, Airfryer-Chips und einem Dessert mit Schoko-Geweih sein Können. Besonders einer schaut ganz genau hin.
„Zu kalt“, „zu fest“, „ein bisschen leichter“Von einem „Dinner“-Mitstreiter muss Luke viel Kritik einstecken

An Tag 4 am Bodensee treffen sich die Gourmets bei Luke (28, Mitte) in Eigeltingen. (Bild: RTL)
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Schon beim ersten Blick in Lukes schmuckes Eigenheim in Eigeltingen am Bodensee wird klar: Hier wird nicht nur gekocht, hier wird in den Worten des 28-jährigen Gruppen-Youngsters „gschafft“, wie man im Süden so schön sagt. „Heute muss das Küken ran“, moderiert Andreas (43) den Abend an. Ein Motorrad vor der Eingangstür, laut Luke seine „Diva“, Wildfleisch auf der Karte, selbstbewusstes Auftreten - bei diesem Gesamtbild rechnen seine Mitstreiter mit einem spektakulären Abend.

Luke ist „Familienmensch“ und Motorrad-Fan. (Bild: RTL)
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Carina würde es jedenfalls nicht wundern, „wenn hier gleich Trockeneis dampft“, und Jörgs Vermutung ist: „In der Küche ist er wohl ein junger Wilder.“ Zwischen dem 49-jährigen Gruppen-Senior und dem heutigen Gastgeber liegt durchaus ein bisschen Spannung, wenn nicht ein interner Zweikampf in der Luft. Beide nehmen das Kochen leidenschaftlich ernst, servierten beide Reh - und beide schauen beim anderen ganz genau hin.
Motto: Wilder Herbst
- Vorspeise: Wildes Carpaccio, beeriges Mousse, Chips, Rübli-Baguette
- Hauptspeise: Rosa Rücken, herbstliche Klöße, speckige Bohnen
- Nachspeise: Wilde Grütze, gekochte Sahne
„Knuschprig!“

Beste Ware: Luke schneidet das Reh-Carpaccio auf. (Bild: RTL)
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Der Abend beginnt mit hauchdünn aufgeschnittenem Reh-Carpaccio, dazu reicht Luke Gemüsechips aus dem Airfryer. „Knuschprig!“, urteilt Dialekt-Fan Carina (36) begeistert. Jörg hingegen analysiert genauer: Die Preiselbeer-Mousse habe er sich etwas anders vorgestellt - „ein bisschen leichter vielleicht“. Der Ton bleibt freundlich, doch der Konkurrenzblick ist nicht zu übersehen.

Gruppen-Youngster Luke (28) entpuppt sich mit Reh-Carpaccio als „junger Wilder“ in der Küche. (Bild: RTL)
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Während Luke konzentriert am Herd arbeitet, sucht Jörg ihn in der Küche heim. War Luke klar: „Komm rein! Wenn nicht du - wer dann?“ Der Hauptgang mit rosa gebratenem Rehrücken sieht für Jörg jedenfalls „super aus“. Trotzdem bleibt der kritische Blick unter kochambitionierten Männern Teil des Spiels: Beide wollen zeigen, was sie können.
Nebenbei lernen die Gäste auch Lukes Privatleben kennen. Der Gastgeber, Verwaltungsmitarbeiter einer Gebäudereinigungsfirma, Ehemann und Vater eines zweijährigen Sohnes ist erklärter Familienmensch. „Ob das Kind schreiend durchs Haus läuft oder meine Frau oder ich - hier ist immer was los“, erzählt er lachend. Unterstützung bekommt er reichlich: Gattin Bianca (25) und Lukes Mutter durften sich als Schnippelhilfe und bei der Tischdeko austoben.
„Da soll einer noch sagen, dass die jungen Männer heute nicht kochen können“
Für seinen Hauptgang bekommt Luke gemischtes Feedback: Für Andreas „überspielt“ der Knoblauch das Reh ein wenig - Jörg und Carina ist der „Hauptakteur“ einfach „zu kalt“. Zum Dessert wird es schließlich kreativ - und ein bisschen chaotisch. Lukes Panna Cotta, für die er eine Kürbisform plante, will partout nicht formschön aus dem Gefäß gleiten. Also wird improvisiert: „Die Förmchen sind gegen mich. Wir machen Freestyle“, entscheidet der Gastgeber kurzerhand.
Auf den Tisch kommt das Dessert aber wie angedacht - mit einem Deko-Geweih aus Schokolade. Carina mustert das Kunstwerk neugierig: „Was sind das für Hörner?“ Geschmacklich überzeugt der Abschluss durchaus - auch wenn der stetig wachsame Jörg feststellt, die Creme sei „ein bisschen zu fest, vielleicht etwas viel Gelatine“.
Am Ende bekommt Luke 32 Punkte für seinen Abend und liegt damit sechs Punkte hinter Jörg. Ein riesiges Kompliment kommt jedoch von Chiarina (33): „Da soll einer noch sagen, dass die jungen Männer heute nicht kochen können.“ (tsch)
