Im Schweizer Skiort herrscht nach dem verheerenden Feuer in einer Bar Chaos. Die Identifizierung der Toten löst Verzweiflung aus.
Feuerinferno in Schweizer BarViele Teenager unter den Toten – Angehörige verzweifeln

Die Bar Le Constellation ist nach einem verheerenden Feuer in der Schweiz abgeriegelt worden.
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Während die Suche nach der Ursache des Feuerinfernos bei einer Silvesterfeier im Schweizer Skiort Crans-Montana auf Hochtouren läuft, gibt es offenbar weiterhin keine Hinweise auf mögliche deutsche Opfer. Bei der Katastrophe kamen rund 40 Menschen ums Leben, 115 Menschen wurden bei der Tragödie verletzt.
Unter den vielen Verletzten ist etwa Tahirys D. (19), wie der Fußballclub FC Metz berichtet. Er werde in einer Klinik in Deutschland behandelt. Die Gedanken der Verantwortlichen und Spieler seien bei ihm und seiner Familie.
Feuer in Schweizer Nobelort: Bar „Le Constellation“ war bei Teenagern sehr beliebt
Unterdessen warten viele Angehörige fieberhaft auf ein Lebenszeichen von ihren Liebsten. Familien wenden sich voller banger Hoffnung an die zahlreichen Krankenhäuser, in denen Patientinnen und Patienten aufgenommen wurden.
Ganz bedauerlich: Die meisten Schwerverletzten seien zwischen 16 und 26 Jahre alt. Kein Wunder, denn die Bar „Le Constellation“ war nach Angaben von Anwohnern von Crans-Montana besonders bei Teenagern beliebt.
Ein Polizeisprecher sagte, die Identifizierung der Toten dauere an und könne sich noch Tage hinziehen. In der Leichenhalle von Sitten, des Hauptortes des Wallis, trafen am Freitag derweil erste Leichenwagen mit Opfern aus Crans-Monatana ein.
Feuer in Schweizer Bar: Identifizierung der Toten dauert an
In solchen Situationen sind die Opfer laut Experten oft so verbrannt, dass eine Identifizierung schwierig ist. Für die verzweifelten Familien, die ihre Kinder vermissen, ist das Warten jedoch unerträglich.

Außenansicht des Unlgückort in der Schweiz.
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Feuerinferno in Nobel-Skiort: Kein Deutscher unter den Toten
80 der 115 Verletzten sollen schwerste Verbrennungen erlitten haben. Hinzu kommen Rauchvergiftungen. Bei Patienten mit Rauchvergiftung könne das Beatmen schwierig sein.
In den sozialen Medien kursieren unterdessen Videos und Fotos aus der Bar „Le Constellation“, die den Ausbruch des Brandes zeigen sollen. Darauf sind Menschen zu sehen, die Champagnerflaschen mit Wunderkerzen in die Luft strecken. Ein Barbesucher, der sich retten konnte, berichtete der Zeitung Blick: „Eine Frau saß auf den Schultern einer anderen Dame. Sie hatte zwei Flaschen mit Wunderkerzen.“ Die Kerzen hätten die Decke berührt, die daraufhin Feuer gefangen habe.
Während einer Silvester-Party in der Nacht zum Donnerstag war in der Bar „Le Constellation“ ein Brand ausgebrochen, der sich Augenzeugen zufolge rasend schnell im Untergeschoss der Bar ausbreitete. Nach Angaben der Behörden des Kantons Wallis kamen dabei etwa 40 Menschen ums Leben.
Bei dem Unglück waren überdies etwa 115 Menschen verletzt worden. Der Präsident der Kantonsregierung des Wallis, Mathias Reynard, sagte der Regionalzeitung „Walliser Bote“, mindestens 80 der 115 Verletzten befänden sich in einem lebensgefährlichen Zustand. (mbr/afp)

