In der Slowakei wurde ein Mann von einer Bärin attackiert und schwer verletzt. Das Tier wollte wohl seine Jungen schützen.
Angriff auf WanderwegBärin verletzt Mann in der Slowakei schwer am Hals

Eine Bärin geht mit ihrem Nachwuchs durch ein Tal in der Westtatra in der Slowakei. Nach offiziellen Zählungen gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende Bären. (Archivbild)
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Ein 36-jähriger Mann hat in der Slowakei bei einem Angriff durch einen Braunbären schwere Verletzungen erlitten. Die Attacke ereignete sich am frühen Dienstagabend auf einem Wanderpfad in der Gemeinde Stranavy, an der Schnittstelle zwischen einer Wiese und einem Wald.
Laut einer Sprecherin des Rettungsdienstes wurde der Verletzte per Helikopter in das Klinikum in Zilina gebracht; er wies Wunden im Halsbereich auf, wie sie der Nachrichtenagentur TASR mitteilte. Der Fernsehsender TV Markiza berichtete am Mittwochvormittag, der Zustand des Mannes sei trotz zahlreicher Bisswunden stabil.
Angriff wohl zum Schutz der Jungtiere
Der Mann soll während der Attacke zwei junge Bären in der unmittelbaren Umgebung bemerkt haben. Aus diesem Grund wird angenommen, dass es sich bei dem angreifenden Tier um eine Bärin handelte, die ihren Nachwuchs bedroht sah.
Die zuständigen Behörden forderten die Anwohner auf, die Gegend bis auf Weiteres nicht zu betreten. Darüber hinaus wurde eine Kamerafalle positioniert, um die Bärin bei einer möglichen Rückkehr umgehend zu erfassen.
Slowakische Bärenpopulation bei etwa 1200 Tieren
Laut der aktuellsten offiziellen Erhebung von 2022 wird die Population freilebender Bären in der Slowakei auf ungefähr 1200 geschätzt. Üblicherweise weichen die Tiere dem Menschen aus, falls sie ihn frühzeitig wahrnehmen.
Allerdings kann es bei unerwarteten Aufeinandertreffen zu Attacken kommen, insbesondere wenn Bärinnen ihren Nachwuchs in Gefahr glauben. In der jüngeren Vergangenheit gab es vereinzelte Vorfälle mit Todesfolge. (dpa/red)
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