Der als Captain Kirk berühmt gewordene Darsteller plant auch im hohen Alter keine Pause und will die Welt der harten Rockmusik erobern.
Mit 95 Jahren ins Metal-Genre„Star Trek“-Star Shatner kündigt Album an

Schauspieler William Shatner will mit 95 Jahren ein Heavy-Metal-Album herausbringen. (Archivbild)
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Im Alter von 95 Jahren betritt die „Star Trek“-Legende Neuland: Statt Ruhestand plant William Shatner ein Heavy-Metal-Album.
Durch seine Rolle als Captain Kirk erlangte William Shatner Kultstatus. In der Science-Fiction-Produktion „Star Trek“ bereiste er mit seiner Besatzung entlegene Sternensysteme. Sechs Dekaden danach scheint der Darsteller, der am 22. März sein 95. Lebensjahr vollendet, diesem Pioniergeist weiterhin zu folgen. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, gab Shatner unlängst bekannt, dass er eine Karriere als Heavy-Metal-Sänger anstrebt.
Ein Album soll noch im laufenden Jahr erscheinen, wie der in Kanada geborene Künstler über soziale Netzwerke verkündete. Darauf seien Neuinterpretationen von Klassikern von Bands wie Black Sabbath, Iron Maiden und Judas Priest sowie einige Eigenkompositionen geplant. „Ich habe den Weltraum erforscht. Ich habe die Zeit erforscht. Nun… erforsche ich die Verzerrung“, äußerte sich Shatner in dem Posting. „Mit 94 Jahren wird man nicht langsamer. Man dreht die Lautstärke auf.“
Bühnentour und Werbedeals
Auch abseits der Musik denkt der Darsteller nicht an einen Rückzug. Für April ist eine Tournee durch mehrere US-Bundesstaaten mit dem Filmklassiker „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ (1982) angesetzt. Nach den Vorstellungen wird Shatner über seine Lebensgeschichte und seine Laufbahn berichten. Laut Ankündigung liegen die Preise für die besten Plätze bei über 400 Dollar. Ferner war er im Februar in einem Werbeclip während des Super Bowls präsent, wo er humorvoll für ein Frühstücks-Müsli warb.
Weltraum-Trip mit 90
Für Aufsehen sorgte Shatner bereits 2021, als er mit einem Raumschiff des Amazon-Gründers Jeff Bezos in den Weltraum reiste. Mit diesem Flug wurde er zum bis dahin ältesten Menschen im All. „Es war unbeschreiblich“, äußerte er nach seiner Landung unter Tränen. Der etwa zehnminütige Flug an Bord der „New Shepard“-Rakete, den er mit 90 Jahren in einem blauen Overall absolvierte, hat ihn sichtlich beeindruckt.
Dieser kurze Einblick in die „unendlichen Weiten“, die in „Star Trek“ oft erwähnt werden, hinterließ laut Shatner einen nachhaltigen und beinahe beunruhigenden Eindruck. „Man sieht dort draußen nur Schwarz - und auf der Erde sieht man Blau und Licht. Was ich wirklich jedem sagen will, ist, wie gefährdet und zerbrechlich alles ist - es gibt nur diese dünne Schicht von Atmosphäre, die uns am Leben hält.“
Karrierestart und der späte Durchbruch
Der in Montreal geborene Shatner sammelte bereits als Kind Bühnenerfahrung. Es folgten Engagements am Broadway und im Fernsehen, bevor er erste Rollen in Filmen wie „Die Brüder Karamasow“ (1958) und „Urteil von Nürnberg“ (1961) erhielt. Sein Durchbruch erfolgte 1966 mit der Figur des Captain Kirk, obwohl die Serie „Star Trek“ anfänglich nach nur drei Staffeln aufgrund geringer Einschaltquoten abgesetzt wurde. Erst die Wiederholungen in den 1970er-Jahren führten zu einer weltweiten Fangemeinde, woraufhin weitere Serien und Kinofilme produziert wurden.
Neben seiner bekanntesten Rolle feierte Shatner auch als exzentrischer Anwalt Denny Crane Erfolge. Für seine Darstellung in den Fernsehserien „The Practice“ und dem Ableger „Boston Legal“ wurde er mit zwei Emmys und einem Golden Globe geehrt.
Privates und ein filmisches Vermächtnis
Der Schauspieler war viermal verheiratet und ist Vater von drei Töchtern aus seiner ersten Ehe. Seine dritte Frau, Nerine Kidd, verstarb 1999 durch Ertrinken. Im Jahr 2023 willigte Shatner ein, in der Dokumentation „You Can Call me Bill“ über sein Leben zu sprechen. Als Grund für die Zusage nannte er gegenüber dem Portal „Variety“ den Wunsch, seinen Enkeln etwas zu hinterlassen, da seine Lebenszeit begrenzt sei. „Ich habe nicht mehr lange zu leben“, zitierte ihn das Magazin. „Ob ich tot umfalle, während ich mit Ihnen spreche, oder erst in 10 Jahren – meine Zeit ist begrenzt.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
