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Familientragödie in WittenMutter und Tochter in Lebensgefahr, Sohn (13) tot

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Messerangriff in Witten

Polizeibeamte vor dem Mehrfamilienhaus der Familie in Witten. Mutter und Tochter kämpfen weiter um ihr Leben.

In Witten kämpfen eine Frau und ihr neunjähriges Kind nach einem Angriff ums Überleben. Ihr 13 Jahre alter Bruder ist tot.

Nach dem gewaltsamen Tod eines 13.jährigen Jungen herrscht in Witten tiefe Trauer. Am Ort des Geschehens unweit des Hauptbahnhofs zeichnet sich am Tag nach der Tat ein Bild der gemeinschaftlichen Anteilnahme: Zahlreiche Anwohner, Freunde und sogar Einsatzkräfte legten Blumen nieder und entzündeten Kerzen, um des getöteten Kindes zu gedenken. Das berichtet der WDR.

Dramatische Szenen in der Nachbarschaft

Die Tat ereignete sich am Samstagmorgen unter freiem Himmel vor dem Wohnhaus der Familie. Während der 13-jährige Sohn den Angriff nicht überlebte, kämpfen seine 38-jährige Mutter und seine 9-jährige Schwester im Krankenhaus weiterhin um ihr Leben. Beide werden nach offiziellen Angaben intensivmedizinisch versorgt.

In der Nachbarschaft löste das Ereignis fassungsloses Entsetzen aus. Eine Anwohnerin, die angab, die Familie als freundlich gekannt zu haben, beschrieb die Situation als schlicht unbegreiflich. Auch andere Mütter aus der direkten Umgebung zeigten sich tief bewegt von dem Schicksal der Kinder, die im selben Alter wie ihre eigenen seien.

Bürgermeister mahnt zur Zurückhaltung

Wittens Bürgermeister Dirk Leistner (SPD) besuchte den Tatort persönlich und drückte den Hinterbliebenen sowie den Verletzten sein tiefes Mitgefühl aus. Er appellierte eindringlich an die Öffentlichkeit und die Medien, auf Spekulationen zu den Hintergründen der Tat zu verzichten. In einer Phase derartiger Trauer sei Besonnenheit das Gebot der Stunde.

Ermittlungen und Mahnwache

Am Sonntag versammelten sich rund 60 Personen zu einer Mahnwache, die von der „Feministischen Gruppe Witten“ initiiert worden war. Die Teilnehmenden machten auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Ob die Tat rechtlich in diesen Kontext einzuordnen ist, bleibt Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Die Polizei Bochum erklärte, dass man erst am Anfang der Ermittlungsarbeit stehe. Zeugenvernehmungen sollen in den kommenden Tagen Licht in den Hergang und das Motiv bringen. Der 40.jährige Familienvater war noch am Tatort festgenommen worden. Er wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt und befindet sich wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. (jag)