Zwei bewaffnete Attacken an türkischen Schulen haben weitreichende Ermittlungen in sozialen Medien zur Folge. Hunderte Personen wurden verhaftet.
411 Festnahmen in TürkeiNach Angriffen an Schulen gehen Behörden gegen Hetze im Netz vor

Laut Polizei war der Angreifer ein Einzeltäter.
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Türkische Sicherheitskräfte haben 411 Personen festgenommen, die im Zusammenhang mit zwei Schul-Attacken stehen. Wie die Deutsche Presse-Agentur („dpa“) unter Berufung auf die Polizei berichtet, rücken soziale Netzwerke und Chat-Gruppen in den Fokus der Ermittlungen. Den Verhafteten wird vorgeworfen, Falschinformationen verbreitet, Drohungen ausgesprochen, zu Aktionen angestiftet und die Gesellschaft aufgehetzt zu haben.
Die Festnahmen stehen im Kontext zweier Vorfälle. In der südosttürkischen Stadt Kahramanmaras schoss am Mittwoch ein 14-jähriger Achtklässler an seiner Schule um sich. Laut Behördenangaben tötete er dabei acht Mitschüler und eine Lehrkraft. Der mutmaßliche Täter ist nach offiziellen Informationen ebenfalls tot; die Ermittler gehen von der Tat eines Einzelnen aus. In der nahegelegenen Stadt Sanliurfa wurden bereits am Vortag bei Schüssen an einem Gymnasium mindestens 16 Personen verletzt.
Polizei konzentriert sich auf Telegram
Die Ermittlungen konzentrieren sich stark auf den Messenger-Dienst Telegram. Im Zuge der Untersuchungen wurden laut Polizei 11 Kanäle auf der Plattform geschlossen. Zudem konnten 307 Betreiber von Accounts mit provokativen und aggressiven Inhalten identifiziert werden. Es gibt Berichte, wonach Nutzer auf Telegram zu zusätzlichen Attacken auf Schulen aufgerufen und Straftaten glorifiziert haben sollen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
