Nach den russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur sind die Schäden in der Hauptstadt Kiew groß.
Folge der russischen AngriffeU-Bahnen von Kiew stehen wegen Stromausfalls still

Kiew: Passanten während eines Luftalarms in der Metro (Archivbild). Am Samstag (31. Januar) fuhr die U-Bahn wegen eines Stromausfalls nicht.
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Das U-Bahn-Netz der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist aufgrund von Stromausfällen am Samstag zum Stillstand gekommen. „Der Zugverkehr und der Betrieb der Rolltreppen in der U-Bahn wurde vorübergehend eingestellt“, teilte der Betreiber der U-Bahn am Samstag im Onlinedienst Facebook mit. Grund sei der Ausfall eines externen Stromversorgungszentrums.
Bis die Stromversorgung wiederhergestellt sei, würden die U-Bahn-Stationen als Schutzräume vor den russischen Angriffen dienen, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram.
Das U-Bahn-Netz ist ein wichtiges Verkehrssystem der ukrainischen Hauptstadt. Selbst während intensiver russischer Bombardements stellte die U-Bahn nur selten den Betrieb ein. Offiziellen Daten zufolge nutzten 2025 täglich rund 800.000 Fahrgäste die Züge des öffentlichen Verkehrssystems.
U-Bahn-Stationen von Kiew werden bei russischen Angriffen genutzt
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Kiews nutzen die 52 Stationen des U-Bahn-Netzes zudem als Luftschutzbunker während russischer Angriffe.
Russland hatte in den vergangenen Wochen verstärkt das ukrainische Energienetz bombardiert. Durch die Attacken waren tausende Haushalte bei eisigen Temperaturen immer wieder ohne Strom und ohne Heizung.
In Kiew gibt es wie in vielen anderen Städten des Landes wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen Notabschaltungen und Stromausfälle. Zwar gab es seit Kriegsbeginn immer mal wieder einzelne Ausfälle bei der U-Bahn. Dieses Ausmaß erlebt die Stadt das erste Mal.
Am Freitag hatte der Kreml bekanntgegeben, dass Präsident Wladimir Putin auf Bitte seines US-Kollegen Donald Trump zugestimmt habe, die Angriffe auf Kiew bis diesen Sonntag einzustellen. (afp/dpa)

