Ein Kletterer stürzte im Red Rock Canyon ab. Er überlebte schwer verletzt und hing in der Felswand, während Retter eine dramatische Aktion starteten.
Dramatische RettungBergsteiger überlebt schwer verletzt in 180 Metern Höhe

Ein Kletterer stürzte im Red Rock Canyon ab. (Symbolbild)
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Verschiedene US-Medien, darunter das Magazin „People“, meldeten einen schweren Kletterunfall, der sich Ende Februar in Nevadas Red Rock Canyon zutrug. Der 50 Jahre alte Alpinist Jarred Jackman befand sich auf der herausfordernden Route „Dream Safari“, als es zu einem Problem kam. Während er einen Abschnitt der Felswand bezwingen wollte, hakte sich sein Sicherungsseil aus dem Karabinerhaken.
Der routinierte Bergsteiger fiel daraufhin ungefähr 12 bis 15 Meter (etwa 40 bis 50 Fuß) in die Tiefe. Sein Kopf schlug dabei heftig gegen den Felsen. Das Seil konnte seinen Fall zwar stoppen, doch Jackman hing im Anschluss mit schweren Verletzungen in der Wand. Unter ihm lag ein steiler Abgrund von circa 180 Metern (rund 600 Fuß).
Bergsteiger fällt in Nevada aus 15 Metern Höhe
Sein Kletterpartner alarmierte sofort die Rettungskräfte. Eine Such- und Rettungseinheit der Polizei von Las Vegas traf kurz danach ein. Die Helfer flogen mit einem Hubschrauber zu dem Verunglückten. Bereits aus der Luft erkannten sie den Ernst der Lage, da an der Felswand deutliche Blutspuren sichtbar waren.
Als die Einsatzkräfte den Mann erreichten, bestätigte sich ihre schlimme Vermutung. Der Helm des Kletterers wies durch den Aufprall massive Schäden auf. Laut Aussage eines Retters hatte Jackman zwei tiefe Wunden am Kopf – der Schädelknochen war durch diese sogar zu erkennen.
Aufwendige Bergung aus der Felswand
Die Bergungsaktion gestaltete sich als sehr kompliziert. Der gesamte Einsatz in dem Red Rock Canyon dauerte sieben Stunden. Vier Beamte der Las Vegas Metropolitan Police Search and Rescue, zwei Helikopterpiloten und mehrere Freiwillige waren beteiligt, um den Verletzten sicher aus der Wand zu befreien.
Anschließend wurde Jackman im Krankenhaus weiter versorgt. Zur Stabilisierung seiner Wirbelsäule wurde ihm eine sogenannte Halo-Schiene angelegt. Diese muss er voraussichtlich für drei Monate tragen.
Trotz der ernsten Lage zeigte sich der Bergsteiger im Nachhinein bemerkenswert positiv. Er sei einfach nur froh, am Leben zu sein. Nach seiner Genesung möchte er sogar wieder klettern gehen. (jag)


