Trauriges Ende, spätes Danke: Nach dem Drama um Buckelwal „Timmy“ lädt Minister Backhaus die Retter auf Poel zum privaten Grillen ein.
Wal „Timmy“Minister lädt zum Grillfest – Ehrenurkunden nach missglückter Rettung

Der von Schaulustigen und Medien „Timmy“ getaufte Buckelwal liegt in einer freigespülten Kuhle vor der Insel Poel (Aufnahme aus einem Flugzeug). (Archivbild)
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Nach dem traurigen Ausgang der Rettungsaktion um den Buckelwal „Timmy“ möchte sich der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), am kommenden Samstag persönlich bei den Einsatzkräften bedanken. Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt mitteilte und die „Bild“-Zeitung berichtete, findet auf der Insel Poel eine private Dankesveranstaltung für rund 50 geladene Gäste statt.
Ein persönliches Dankeschön abseits der Öffentlichkeit
Zu den Eingeladenen zählen vor allem ehrenamtliche und hauptamtliche Helferinnen und Helfer von der DLRG, der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei sowie Vertreter des Ordnungsamtes und der Gemeinde. Neben der Übergabe von Ehrenurkunden ist auch ein gemeinsames Essen geplant. Die Verpflegungskosten für den Abend übernimmt der Minister nach Angaben seines Sprechers Claus Tantzen aus eigener Tasche.

Till Backhaus (SPD), der Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzminister von Mecklenburg-Vorpommern, beantwortet bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Senderdaten des Buckelwals die Fragen von Medienvertretern. (Archivbild)
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Die Veranstaltung ist ausdrücklich nicht presseöffentlich. Laut Ministerium soll es sich um eine rein persönliche Geste an die Menschen handeln, die über Wochen hinweg – auch an den Wochenenden und über die Osterfeiertage – unermüdlich im Einsatz waren. Die Idee für die Urkundenübergabe sei in enger Abstimmung mit der Gemeinde entstanden. Details zu den abschließenden Gesamtkosten der Organisation stünden derzeit noch nicht fest.
Hintergrund: Das wochenlange Ringen um „Timmy“
Der junge Buckelwal hatte im April 2026 wochenlang in der flachen Kirchsee-Bucht vor der Insel Poel festgesessen. Tagelang versuchten zahlreiche Retter, das Tier zu befreien und seine schwer verletzte Haut zu pflegen. Ende April wurde der Wal schließlich im Zuge einer intensiv diskutierten Bergungsaktion auf einem gefluteten Lastkahn abtransportiert.

Till Backhaus (SPD, l) informiert sich am gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel über den Zustand des Tieres. (Archivbild)
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Mitte Mai verendete das Tier dennoch in der Nordsee. Die anschließende Obduktion vor der dänischen Insel Anholt brachte eine Überraschung: Der für männlich gehaltene Wal war in Wahrheit ein Weibchen. Die Überreste sollen nun teils an Museen übergeben, teils zu Biodiesel verarbeitet werden.
Dass der Kadaver nicht im Meer verbleiben durfte, hat rechtliche Gründe. Um Gefahren für die Schifffahrt sowie hygienische Probleme an den Stränden zu vermeiden, greift in den flachen Küstengewässern die gesetzliche Pflicht zur Tierkörperbeseitigung. (jag)
