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Staus auf AutobahnenWinterwetter sorgt für Frost und zahlreiche Unfälle – A1 blockiert

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Niedersachsen, Groß Ippener: Ein Lastwagen blockiert die Autobahn 1 (A1) bei glatter Fahrbahn am 3. Januar 2026.

Niedersachsen, Groß Ippener: Ein Lastwagen blockiert die Autobahn 1 (A1) bei glatter Fahrbahn am 3. Januar.

Schnee, Glätte und Kälte bestimmen das Wetter. Das wirkt sich besonders in Norddeutschland auf den Verkehr aus.

Nach dem Wintereinbruch zum Jahresbeginn haben Schnee, Glätte und Kälte Deutschland fest im Griff. Am Sonntag soll es meist stark bewölkt bis bedeckt bleiben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Lediglich ganz im Süden sei mit viel Sonne zu rechnen. Vorrangig vom Nordwesten her bis zum Erzgebirge komme es zu Schneeschauern. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und minus 3 Grad.

Besonders in Nord- und Ostdeutschland sind von Schnee und Glatteis betroffen. In Hamburg lag am Samstagmorgen eine dicke Schneedecke über Häusern, Straßen und Parks. Die für den Norden eher ungewöhnliche Wetterlage führte sogar dazu, dass in den Grünflächen der Hansestadt teilweise Skier für Langlauf zum Einsatz kamen. Es liegen acht bis zehn Zentimeter Schnee, im Süden der Hansestadt sogar noch mehr.

Schnee am Elbstrand von Hamburg-Övelgönne am 3. Januar 2026

Schnee am Elbstrand von Hamburg-Övelgönne

Der Winterdienst in Hamburg war seit der Nacht mit 728 Einsatzkräften und 360 Fahrzeugen in Hamburg unterwegs, um gegen Schnee und überfrierende Nässe anzukämpfen. Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erklärte der Hamburger „Morgenpost“, ein solcher Schneefall sei außergewöhnlich. Es könnte sogar im Verlauf des Wochenendes noch mehr vom Himmel kommen.

Trotz des pausenlosen Einsatzes der Räumdienste haben sich in Norddeutschland viele Unfälle ereignet. Auch am Hamburger Flughafen gab es Verzögerungen. Im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein stürzte ein Amazon-Lieferfahrzeug in einen Graben. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Ebenfalls im Kreis Pinneberg landete ein Linienbus in einem Graben, Busfahrer und Fahrgäste blieben unverletzt.

Lastwagen blockiert A1 in Niedersachsen

Zahlreiche Unfälle werden auch aus Niedersachsen und Bremen gemeldet. Allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeileitstelle Oldenburg wurden 56 glättebedingte Verkehrsunfälle gezählt, wie der NDR berichtet. Auf der spiegelglatten A1 kam zu einem Unfall mit einem Lastwagen, der ins Rutschen geraten war, ein Verkehrsschild umstieß und gegen die Leitplanke prallte. Die Autobahn war zeitweise voll gesperrt, der Fahrer blieb unverletzt. Der Unfall führte zu einem kilometerlangen Stau. Um die Fahrbahn zu räumen, musste die Polizei die Streufahrzeuge durch die Rettungsgasse zu dem Unfallort lotsen.

Auch in den östlichen Bundesländern stellte das Winterwetter alle Verkehrsteilnehmer vor Probleme. Im östlichen Landesteil Mecklenburg-Vorpommerns ereigneten sich nach Angaben des Polizeipräsidiums in Neubrandenburg in der Nacht zwölf Unfälle, das Präsidium in Rostock zählte für den westlichen Landesteil insgesamt 57 Unfälle, wie der NDR berichtet. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Frostige Nacht zu Montag

In der Nacht zum Montag erwarten die Meteorologen teils zweistellige Minusgrade. Im Süden sind demnach Tiefstwerte zwischen minus 10 und minus 15 Grad möglich, im Rest des Landes zwischen minus 3 und minus 9 Grad. Dabei seien vor allem im Norden Schneeschauer möglich.

Am Montag komme es insbesondere in Küstennähe zu schauerartigen Schneefällen, vereinzelt seien auch Graupelgewitter möglich. Im Süden soll es hingegen weitgehend trocken bleiben. Abseits von größeren Nebelfeldern zeige sich zudem die Sonne vermehrt.

Am Dienstag erwartet der DWD eisige Temperaturen und Dauerfrost fast im gesamten Land. Lediglich auf den Nordseeinseln und am Niederrhein seien zarte Plusgrade möglich. Ansonsten lägen die Höchsttemperaturen bei weitgehend trockenem Wetter zwischen minus 6 und minus 1 Grad. (cme, mit dpa)