Landesweite Proteste in Mexiko: Lehrkräfte und Angehörige von Vermissten blockieren Flughäfen, Grenzen und Mautstellen.
Proteste legen Mexiko lahmLehrer besetzen Flughafen, Angehörige fordern Gerechtigkeit

Angehörige von Vermissten machen zum WM-Auftakt auf das Schicksal ihrer Familienmitglieder aufmerksam.
Copyright: Felix Marquez/dpa
Anlässlich des Beginns der Fußball-Weltmeisterschaft kam es in mehreren Landesteilen Mexikos zu Demonstrationen von Lehrkräften und Familienangehörigen verschwundener Personen. In der Hauptstadt des Landes, Mexiko-Stadt, protestierten radikale Angehörige der Gewerkschaft CNTE, um die Aufhebung einer kontroversen Rentenreform zu erreichen.
Parallel dazu verlangten Verwandte von Verschwundenen im Rahmen eines Protestzuges eine zügigere Aufklärung und Gerechtigkeit für ihre Angehörigen. Landesweit werden in Mexiko etwa 130.000 Personen vermisst. Es wird angenommen, dass ein großer Teil von ihnen der organisierten Kriminalität zum Opfer gefallen ist.

Protestierende forderten vor dem WM-Start auch die Aufklärung tausender Vermisstenfälle.
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Protestaktionen führen zu landesweiten Störungen
Die Aktionen hatten erhebliche Beeinträchtigungen zur Folge. So wurde im südlich gelegenen Bundesstaat Chiapas der internationale Flughafen bei der Provinzhauptstadt Tuxtla Gutiérrez teilweise von demonstrierenden Lehrern blockiert, wie der Sender Milenio TV meldete. Dutzende Reisende saßen infolgedessen fest.
Im Bundesstaat Oaxaca brachten Mitglieder der CNTE Mautstellen sowie ein Verteilzentrum des staatlichen Ölunternehmens Pemex unter ihre Kontrolle. Im nördlichen Tijuana wurde von Protestierenden außerdem der Zugang zum Grenzübergang Otay in Richtung der USA versperrt.
In Guerrero fanden Demonstrationen von Lehrkräften auf mehreren Landstraßen in der Region statt. Zusätzlich stellten sie Blockaden von Banken in der Hauptstadt Chilpancingo in Aussicht. (dpa/red)
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