Der DFB und die Nationalelf verhandeln noch über die WM-Prämien. DFB-Präsident Neuendorf zeigt sich aber zuversichtlich.
Poker um die WM-PrämienDFB und Nationalmannschaft verhandeln noch über die Boni

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hofft auf eine erfolgreiche WM für den DFB. (Archivbild)
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Zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der von Kapitän Joshua geführten Nationalelf besteht noch keine Übereinkunft bezüglich möglicher Bonuszahlungen für die Weltmeisterschaft. „Wir sind in guten Gesprächen mit dem Mannschaftsrat. Aber wir führen die Verhandlungen nicht öffentlich“, äußerte DFB-Präsident Bernd Neuendorf gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Etwa einen Monat vor dem Auftakt des Wettbewerbs (11. Juni bis 19. Juli) in Kanada, Mexiko und den USA zeigte sich der Verbandsleiter gelassen. „Wir haben einen guten Austausch. Am Ende des Tages werden wir da zu einem Ergebnis kommen. Die Gespräche laufen, das kriegen wir gut hin“, erklärte Neuendorf. Die primäre Verantwortung für die Verhandlungen trägt DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig.
Rückblick auf die Bonuszahlungen vergangener Wettbewerbe
Den höchsten Bonus in der Historie des DFB sicherten sich die Weltmeister von 2014 in Brasilien um Kapitän Philipp Lahm, die 300.000 Euro pro Akteur erhielten. Ein Triumph bei der Heim-Europameisterschaft 2024 wäre sogar mit 400.000 Euro vergütet worden.
Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale gegen Spanien bei der letzten EM bekam jeder der 26 Spieler eine Summe von 100.000 Euro. Bei den Weltmeisterschaften 2018 in Russland sowie 2022 in Katar erhielten die Nationalspieler nach dem Ausscheiden in der Vorrunde keine Prämien.
Lahm benennt Halbfinale als Minimalziel
Philipp Lahm (42) setzt die Erwartungen an die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann trotz der schwachen WM-Resultate der letzten Jahre hoch an. Für eine bedeutende Fußballnation wie Deutschland müsse „das Halbfinale immer das Ziel sein“, konstatierte Lahm.
DFB-Präsident Neuendorf legte sich zwar nicht auf eine bestimmte Runde als Vorgabe fest, formulierte jedoch ebenfalls große Ziele. „Natürlich fährt man zu so einem Turnier, um letztlich auch weit zu kommen“, so der 64-Jährige. Als Top-Anwärter auf den Titel nannte er England, Frankreich, Brasilien und den amtierenden Champion Argentinien. „Aber wir haben eine tolle Mannschaft. Ich merke bei ihr einen Spirit, der gut ist. Ich glaube, zum erweiterten Kreis gehören wir durchaus.“
Neuendorf: „Niemand spielt gerne gegen Deutschland“
Neuendorf äußerte sich optimistisch, dass unter Nagelsmann eine dritte WM-Enttäuschung in Serie ausbleiben wird. „Die Vorbereitungen bei uns laufen sehr professionell, was den sportlichen Bereich betrifft“, erläuterte er und ergänzte: „Natürlich hoffen wir, dass wir die letzten beiden Weltmeisterschaften toppen und deutlich weiterkommen.“
Der vierfache Weltmeister Deutschland genieße international nach wie vor erheblichen Respekt, wie Neuendorf aus Unterhaltungen mit den Vorsitzenden anderer Verbände schilderte. „Wenn man eins sagen kann, dann ist es mit Sicherheit das, dass mir alle bestätigen, dass sie eines nicht gerne wollen, nämlich gegen Deutschland spielen.“ Das DFB-Team bekommt es in der Gruppenphase mit Curaçao, der Elfenbeinküste und Ecuador zu tun. (dpa/red)
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