Reggae-Musiker Patrice„Es ist schon einer der besten Vibes hier in Köln“

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Der Kölner erzählt im Podcast „Talk mit K“ von seinem Leben in Jamaika, nörgelnden Deutschen, seiner skurrilen Erfahrung als One-Hit-Wonder in Italien und den Arbeiten an seinem neuen Album.

Reggae-Sänger und Musiker Patrice ist vor 44 Jahren als Gaston Patrice Babatunde Bart-Williams in Köln geboren worden und in Kerpen aufgewachsen. Im Podcast „Talk mit K“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“ erzählt er von seiner Jugend in der Kölner Hip-Hop-Szene und seinem Parallel-Leben als Stipendiat des Luxus-Internats Schloss Salem, wo er die Gitarre für sich entdeckte.

Er habe Deutschland durch seine vielen Aufenthalte im Ausland sehr schätzen gelernt, sagt Patrice, der in den vergangenen Jahren zwischen Kingston in Jamaika, aber auch New York, Paris und Berlin gependelt ist. Er bedauere die aktuelle „Stimmung, dass sich viel beklagt wird. Es wird sehr viel genörgelt. Übers Nörgeln wird gebondet, auch im Ausland: Wenn sich zwei Deutsche treffen, guckt man, worüber man sich zusammen auslassen kann und dann ist man Freund.“ Er würde sich manchmal wünschen, dass Deutsche ihr Land häufiger von außen betrachten könnten, um es mehr zu schätzen und glücklicher zu sein. „Ich mag Köln mehr als den Rest“, sagt Patrice im Gespräch über seine Heimat. „Es ist schon einer der besten Vibes hier.“

Häufig werde ihm die Frage gestellt, ob er Probleme mit Rassismus habe. „Rassismus ist nicht mein Problem“, stellt er im Podcast klar. Denn das Problem hätten die Rassisten. Im „Talk mit K“ geht es aber auch um das aktuelle und neunte Patrice-Album „9“ und die Arbeiten am neuen Album – diesmal in seinem Kölner Studio. Patrice erzählt von der kuriosen Erfahrung als One-Hit-Wonder in Italien und von nachhaltigem Touren im E-Auto mit Anhänger – außerdem von seinem nächsten Konzert in Köln: Am 18. August tritt er beim NRW-Tag auf dem Roncalli-Platz auf.

Der Podcast „Talk mit K“

Jeden Donnerstag um 7 Uhr gibt es eine neue Podcast-Folge „Talk mit K“, dem Talkformat des „Kölner Stadt-Anzeiger“, das nur eine Regel hat: Es kommen interessante Menschen aus Köln zu Wort. Sie können ihn auf allen gängigen Podcast-Plattformen abrufen, unter ksta.de/podcast oder oben im Stream.

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