Abo

Asylbewerber60 Prozent mehr freiwillige Ausreisen im Jahr 2025

2 min
Die Zahl der Menschen, die in ihre Heimatländer zurückkehren, ist gestiegen.

Die Zahl der Menschen, die in ihre Heimatländer zurückkehren, ist gestiegen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge meldet für 2025 einen deutlichen Anstieg freiwilliger Ausreisen aus Deutschland.

Im Jahr 2025 haben insgesamt 16.576 Personen Deutschland freiwillig verlassen und sind in ihr Herkunftsland oder einen aufnahmebereiten Drittstaat zurückgekehrt. Das teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) am Montag in Nürnberg mit. Demnach handelte es sich um Personen, die das Rückkehrförderprogramm REAG/GARP (Reintegration and Emigration Programme for Asylum-Seekers in Germany / Government Assisted Repatriation Programme) nutzten. 2024 waren es laut Bamf nur 10.358 Personen.

Knapp 27 Prozent der freiwilligen Ausreisen sei in die Türkei erfolgt, außerdem nach Syrien (22 Prozent) und Russland (8 Prozent). Weitere Zielländer seien Georgien, Irak, Kolumbien, Nordmazedonien, Armenien, Aserbaidschan und Venezuela gewesen. „Die Förderung der freiwilligen Rückkehr ist ein zentraler Bestandteil einer verantwortungsvollen Migrationspolitik. Unser Ziel ist es, geflüchteten Menschen eine nachhaltige Rückkehr in ihr Herkunftsland zu ermöglichen“, sagte Bamf-Präsident Hans-Eckhard Sommer.

Bislang mehr als 700.000 freiwillige Ausreisen

Das Programm REAG/GARP unterstützt mittellose Menschen bei einer freiwilligen Rückkehr und bietet individuelle Hilfe bei der Organisation und Finanzierung der Ausreise. Dazu gehört die Übernahme der Reisekosten, die Organisation der Ausreise sowie eine Reisebeihilfe, finanzielle Starthilfe und falls nötig die Übernahme medizinischer Kosten. Bislang wurden nach Behördenangaben mehr als 700.000 freiwillige Ausreisen in mehr als 100 Länder gefördert.

Daneben können Rückkehrende Reintegrationsleistungen erhalten. So wurden über das vom EU-Grenzschutz Frontex implementierte und vom Bamf umgesetzte European Reintegration Programme im vergangenen Jahr offiziell 9.708 Personen unterstützt. (kna)