Letzte GenerationKlimaaktivisten wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt

Lesezeit 1 Minute
ARCHIV - 16.05.2022, Niedersachsen, Göttingen: Ein Aktivist der Gruppe «Letzte Generation», der seine Hand selbst auf der Straße festgeklebt hat, blockiert eine Kreuzung am Geismar Tor.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat fünf Mitglieder der Klimaschutzgruppe Letzte Generation wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt.

Vorwurf ist unter anderem ein Angriff auf Anlagen einer Ölraffinerie. In ähnlicher Weise ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat fünf Mitglieder der Klimaschutzgruppe Letzte Generation wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Das teilte die Behörde am Dienstag mit. Es gehe um Angriffe gegen Anlagen der Ölraffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs, gegen den Hauptstadtflughafen BER und das Barberini-Museum in Potsdam im Zeitraum von April 2022 bis Mai 2023. Neben dem Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung geht es auch um die Störung öffentlicher Betriebe, Nötigung und Sachbeschädigung.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit: „Der Tatvorwurf betrifft die Beschuldigten als Mitglieder einer Teilgruppe der „Letzten Generation“, die sich in Differenzierung zur gesamten Gruppierung der „Letzten Generation“ zur Begehung von Straftaten einigen Gewichts bereit erklärt und sich an diesen beteiligt haben.“ Nach Störaktionen von Klimaschutz-Demonstranten waren Ermittler im Dezember 2022 mit Durchsuchungen in mehreren Bundesländern gegen Mitglieder der Gruppe vorgegangen.

In ähnlicher Weise ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München seit gut einem Jahr gegen fünf Klimaschutzaktivisten der Gruppe Letzte Generation wegen des Verdachts, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung zu sein, und gegen zwei weitere wegen Unterstützung. Auch die Staatsanwaltschaft Flensburg führt ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. (dpa)

Nachtmodus
KStA abonnieren