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Automobilclub warnt vor schweren UnfallverletzungenADAC lehnt Tempo 60 für Mopeds ab

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Unfälle mit Kleinkrafträdern enden oft mit schweren Verletzungen.

Unfälle mit Kleinkrafträdern enden oft mit schweren Verletzungen. 

Am Vorschlag, die Höchstgeschwindigkeit für Mopeds zu erhöhen, scheiden sich die Geister. Die FDP im Düsseldorfer Landtag hatte die Debatte angestoßen.   

Der Vorschlag, die Höchstgeschwindigkeit für Mopeds auf 60 Kilometer pro Stunde anzuheben, stößt beim ADAC auf Kritik.   „Bereits heute ist bei Kleinkrafträdern der Anteil an Fahrunfällen durch Kontrollverlust über das Fahrzeug enorm“, sagte ADAC-Sprecher Thomas Müther dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dieser Anteil könne sich durch eine Geschwindigkeitserhöhung weiter verstärken.

Wie berichtet wird sich der Verkehrsausschuss des Landtags auf Antrag der FDP-Fraktion mit der Frage beschäftigen, ob eine Anhebung des zulässigen Maximaltempos von bislang 45 km/h auf 60 km/h geboten ist. Die Liberalen befürworten einen solchen Schritt, weil sie davon ausgehen, dass der Straßenverkehr dadurch sicherer werde.  „Wer deutlich langsamer unterwegs ist als der übrige Verkehr wird häufiger überholt, oft unter riskanten Bedingungen. Mit einer Anhebung auf 60 km/h könnten Kleinkrafträder deutlich gleichmäßiger im Verkehrsfluss mithalten“, erklärte FDP-Verkehrsexperte Christof Rasche.

Diese Sichtweise teilt der Automobilclub jedoch nicht. Die wesentlichen Fehler zur Verursachung von Unfällen seien überhöhte Geschwindigkeit und zu geringer Abstand. Untersuchungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft zeigten, dass mit höheren Geschwindigkeiten die Verletzungsschwere sehr stark zunehme. „Eine höhere Geschwindigkeit kann zu erhöhten Kollisionsgeschwindigkeiten führen und dadurch die Verletzungsschwere weiter zunehmen“, warnte der ADAC-Sprecher. Zudem sei zu bedenken, dass Rollerfahrer häufig nur im Freizeitdress unterwegs seien: „Die Quote derer, die über Helm und Handschuhe hinaus noch Schutzkleidung tragen, geht gegen Null“, hieß es.