Abo

Polizei flieht vor SchüssenBeamte lassen bei Anschlag in Kiew kleinen Jungen allein

2 min
Mehrere Tote bei Schießerei in Kiew

Polizeikräfte sperren zum Schutz von Zivilisten eine Straße in Kiew bei einer Schießerei - allerdings sollen sich Berichten zufolge nicht alle Beamten so professionell verhalten haben.

Ein Video aus Kiew löst Entsetzen aus: Nach einer tödlichen Schießerei wird das Verhalten von Polizisten untersucht, die ein Kind allein gelassen haben sollen.

Die tödliche Schießerei in Kiew hat nun auch disziplinarische Konsequenzen für die Polizei. Einen Tag nach dem Vorfall werden nicht nur die Motive des Täters, sondern auch das Agieren der Einsatzkräfte untersucht. Innenminister Ihor Klymenko hat die Eröffnung eines Dienstaufsichtsverfahrens angekündigt, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Auf dem Dienst Telegram schrieb er: „Dienen und schützen ist nicht nur eine Losung“. Professionalität sei unerlässlich, insbesondere in zugespitzten Lagen, in denen Menschenleben gefährdet sind.

Auslöser für die Untersuchung ist anscheinend ein Video, welches in sozialen Medien verbreitet wird. Die Aufnahmen zeigen zwei Beamte, die sich in der Nähe eines kleinen Jungen aufhalten. Als die ersten Schüsse fallen, fliehen sie jedoch und lassen den Jungen zurück. Auch der Junge ergreift kurz danach die Flucht und bringt sich in Sicherheit. In dem Clip, der von Zeugen gefilmt wurde, wird jedoch ein Mann getroffen, der direkt neben dem Jungen vor der Schussabgabe wegläuft.

Einstufung als Terrorakt durch Behörden

Der Vorfall, bei dem mindestens sechs Menschen starben und über ein Dutzend weitere verletzt wurden, wird von den zuständigen Behörden als terroristischer Anschlag bewertet. Es bleibt jedoch weiterhin unklar, ob ein politisches Motiv vorliegt oder ein direkter Zusammenhang mit der seit vier Jahren andauernden russischen Invasion besteht.

Der Schütze kam in Moskau zur Welt, hatte aber seit geraumer Zeit die ukrainische Staatsangehörigkeit inne. Der 58-Jährige war im Besitz einer Genehmigung für die verwendete Waffe. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.