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Beginn der SommerzeitIn der Nacht zu Sonntag werden die Uhren wieder vorgestellt

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Illustration - Zeitumstellung

Am Sonntag (29.3.) werden die Uhren vorgestellt, die Sommerzeit beginnt. (Symbolbild)

Erneut beginnt die Phase der Sommerzeit. Die Umstellung der Uhren facht die Diskussion um eine mögliche Beendigung dieser Praxis wieder stark an.

Beginn der Sommerzeit: Uhren in Deutschland springen in der Nacht zum Sonntag vor

Die Sommerzeit wird in der Bundesrepublik und einem Großteil der europäischen Staaten eingeläutet. In der Nacht zum Sonntag (29. März) springen die Zeiger von 2.00 Uhr direkt auf 3.00 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt gilt die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) im Land. Am 25. Oktober wird die Zeit wieder auf die auch als Winterzeit bezeichnete Normalzeit zurückgesetzt.

Den störungsfreien Übergang gewährleisten Forscher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) mit Sitz in Braunschweig. Laut einer Meldung der „Deutsche Presse-Agentur (dpa)“ stellen sie sicher, dass sämtliche Funkuhren durch den Langwellensender mit dem Rufzeichen „DCF77“ bei Mainflingen nahe Frankfurt am Main die offizielle Zeit empfangen. Der PTB-Spezialist für Zeitfragen, Dirk Piester, äußerte sich dazu: „Unsere Experten waren vorab wieder vor Ort und haben die Programmierung gecheckt“.

Anhaltende Debatte um die Zeitumstellung

Im Jahr 1980 wurde die Praxis mit der Absicht reaktiviert, eine bessere Nutzung des Tageslichts zu ermöglichen. Gegner dieser Maßnahme stellen den Nutzen beim Energiesparen jedoch regelmäßig infrage und plädieren für die Beendigung der Umstellung. Hierfür wäre jedoch eine gesamteuropäische Einigung erforderlich, welche aktuell nicht absehbar ist.

Schon im Jahr 2018 unterbreitete die Europäische Kommission den Vorschlag, die Zeitverschiebung innerhalb der EU abzuschaffen. Diesem Schritt ging eine Online-Umfrage voraus, bei der sich über 80 Prozent der Befragten für ein Ende aussprachen. Den damaligen Informationen zufolge stammten von den 4,6 Millionen eingegangenen Rückmeldungen circa drei Millionen aus der Bundesrepublik.

Kein Konsens unter den EU-Mitgliedern

Gemäß dem Konzept der Kommission stünde es den Mitgliedsländern frei, sich für eine permanente Sommer- oder Winterzeit zu entscheiden. Eine Koordination untereinander sollte aber gewährleisten, dass keine uneinheitliche Regelung mit potenziellen Schwierigkeiten für den gemeinsamen Markt entsteht. Die Staaten der EU sind jedoch seit langer Zeit unfähig, einen gemeinsamen Standpunkt zu finden. (red)

Trotzdem verfolgt die EU-Kommission dieses Vorhaben weiterhin und gab eine Untersuchung zu den Konsequenzen einer Beendigung in Auftrag. Laut Auskunft einer Sprecherin ist die Fertigstellung der Studie für das Jahresende geplant.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.