Ein ukrainischer Angriff auf ein maritimes Terminal im Süden Russlands wurde von russischen Behörden gemeldet. Im Bezirk Temrjuk kam laut einer Mitteilung des Gouverneurs der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, auf Telegram eine Person durch abstürzende Drohnenteile ums Leben; drei weitere erlitten Verletzungen. Der Angriff löste einen Brand aus. Eine präzise Ortsangabe machte der Gouverneur allerdings nicht.
Allerdings wies das Brand-Informationssystem der NASA zwei Feuerherde auf der Taman-Halbinsel aus. In der Nähe der Ortschaft Wolna ist dort eine bedeutende Verladeanlage für Öl sowie Ölprodukte angesiedelt, deren Weitertransport über das Schwarze Meer erfolgt.
Ukrainische Strategie zielt auf russische Ölbranche
Seit über vier Jahren führt Russland eine kriegerische Aggression gegen die Ukraine. Die ukrainischen Streitkräfte konzentrieren sich bei ihren Gegenschlägen zunehmend auf die Ölindustrie Russlands. Das strategische Ziel Kiews ist es, die Versorgung der Moskauer Truppen mit Kraftstoff zu beeinträchtigen sowie die Einnahmen aus dem Ölhandel, die für die Finanzierung des Krieges entscheidend sind, zu reduzieren. Darauf reagierten die russischen Besatzungsorgane mit einer Limitierung der Benzinabgabe, und die Moskauer Regierung erließ ein Exportverbot für Flugbenzin.
Russische Angriffe fordern zivile Opfer in der Ukraine
Parallel dazu hatten russische Offensiven in der Ukraine wiederholt gravierende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Im südöstlichen Saporischschja kam laut Militärgouverneur Iwan Fedorow eine Person bei einer russischen Attacke auf Infrastruktureinrichtungen ums Leben.
Neun Personen erlitten in der Oblast Dnipropetrowsk Verletzungen durch diverse Attacken mit Drohnen und Gleitbomben, wie von Militärgouverneur Olexander Hanscha bekannt gegeben wurde. Laut seinen Angaben wurden mehrgeschossige Wohngebäude, private Häuser sowie Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. Ferner brach auf einem Marktplatz ein Brand aus. (dpa/red)
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