Die USA sperren eine KI-Software für Nicht-US-Bürger. Der Branchenverband Bitkom ist alarmiert und warnt vor Europas Abhängigkeit.
USA blockieren Top-KIBitkom-Präsident warnt vor Abhängigkeit von US-Technik

Das Ki-Modell Mythos von Anthropic fand zum Teil über Jahrzehnte unentdeckt Software-Schwachstellen. (Symbolbild)
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In Deutschlands Digitalwirtschaft herrscht Unruhe, nachdem die US-Regierung eine auf KI basierende Hochleistungssoftware blockiert hat. Für den Branchenverband Bitkom ist die Sperrung des Modells von Anthropic ein Weckruf: Die technologische Angewiesenheit Europas auf die USA müsse nun verstärkt thematisiert werden.
Infolge einer Anweisung der US-Regierung hat das Unternehmen Anthropic am Samstag den Zugriff auf seine erst kürzlich veröffentlichte KI-Software unterbunden. Laut Firmenangaben ordneten Behörden unter Berufung auf die nationale Sicherheit an, dass der Zugang zu den Modellen Fable 5 und Mythos 5 für alle Nicht-US-Bürger gesperrt wird. Die Anwendung gilt als sehr fähig darin, Verwundbarkeiten und Defekte in anderen Programmen zu finden.
Bitkom-Präsident äußert Bedenken zu Auswirkungen auf die Industrie
Ralf Wintergerst, der an der Spitze des Verbands Bitkom steht, erläuterte, dass Deutschland und Europa beim Zugriff auf die potentesten KI-Systeme von der Gunst der US-Regierung abhängen. Die unerwartete Direktive vom Wochenende habe dies offengelegt. „Die Sperre hat unmittelbar Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit unserer klassischen Industrien und unserer Verwaltungen und beeinträchtigt auch unsere Sicherheit und zum Beispiel die Exzellenz unserer Wissenschaft“, hob der Bitkom-Präsident hervor.
Es sei nun wichtiger denn je, für Deutschland und Europa digitale Eigenständigkeit zu erreichen. „Digitale Souveränität und eigene KI-Kompetenzen gehören mit an die Spitze der politischen Prioritäten“, fügte Wintergerst hinzu. (dpa/red)
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