Einem WM-Schiedsrichter wurde die Einreise in die USA verweigert. Das Weiße Haus spricht von Kontakten zu Terroristen.
„Sehr, sehr schlechte Menschen“Giuliani verteidigt Einreiseverbot für somalischen Referee

Andrew Giuliani hat das Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan in die USA verteidigt. (Archivbild)
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Die USA haben einem Referee die Einreise zur Weltmeisterschaft verweigert. Ein Vertreter des Weißen Hauses liefert nun eine Erklärung für diesen Schritt.
Die Entscheidung, dem somalischen Referee Omar Artan die Einreise in die Vereinigten Staaten zu untersagen, wurde von Andrew Giuliani, dem Chef der WM-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, gerechtfertigt. Am Rande der WM-Partie zwischen den Niederlanden und Japan in Dallas äußerte der 40-Jährige: „Es gibt Dinge, über die wir nicht sprechen können, aber zumindest ist bekanntgeworden, dass er kurz vor seiner Reise in die Vereinigten Staaten Kontakt zu sehr, sehr schlechten Menschen hatte“.
In dem Gespräch mit Medienvertretern gab er keine zusätzlichen Einzelheiten preis, unterstrich aber: „Ich belasse es dabei, aber eines kann ich Ihnen sagen: Wir werden nicht zulassen, dass im Rahmen eines Fußballturniers zwielichtige Gestalten in die Vereinigten Staaten einreisen.“

Schiedsrichter Omar Artan wurde nach seiner Rückkehr nach Somalia gefeiert. (Archivbild)
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Vorwurf von Terror-Kontakten als Grund für Einreiseverweigerung
Obwohl der 34-jährige Artan ein gültiges Visum besaß, wurde ihm die Einreise von den US-amerikanischen Behörden untersagt. Als Begründung wurden Sicherheitserwägungen wegen mutmaßlicher Kontakte zu einer terroristischen Vereinigung in seiner somalischen Heimat angeführt.
Infantino von der FIFA bedauert den Vorfall
Am Sonntag gab der Weltfußballverband FIFA bekannt, dass Artan trotzdem die vollständige Bezahlung als WM-Referee bekommen wird. Der Präsident der FIFA, Gianni Infantino, bewertete die Angelegenheit als „unglücklich“.
Im Gegensatz dazu äußerte Giuliani keinerlei Bedenken hinsichtlich der Legitimität des Beschlusses. Er führte aus: „Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen ein großartiges Erlebnis haben – nicht nur in Dallas, sondern im ganzen Land. Dazu gehört auch, dass wir wissen, wer in die Vereinigten Staaten einreist“. Es sei notwendig zu gewährleisten, „dass wir nicht die falschen Leute ins Land lassen.“ (dpa/red)
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