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WM der EinschüchterungAmnesty warnt vor Repressalien bei Turnier in den USA

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Amnesty International

Amnesty International sieht konkrete Gefahren während der Fußball-WM in den USA. (Archivbild)

Vor der Fußball-WM 2026 äußert Amnesty International Sorgen. Insbesondere die US-Politik stelle eine erhebliche Gefahr für Besucher und Einwanderer dar.

Rund zehn Wochen vor dem Anpfiff der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko mahnt die Organisation Amnesty International nachdrücklich wegen möglicher Repressalien und Gefahren während der Veranstaltung. Laut einem Bericht der dpa birgt insbesondere die Vorgehensweise der Administration von Präsident Donald Trump in den USA erhebliche Gefahren. Ein Amnesty-Bericht zitiert: „Für migrantische Communities in den USA, Fans aus aller Welt sowie die Spieler stellt die diskriminierende Einwanderungspolitik der USA eine akute Bedrohung dar.“

Ungeachtet dieser Sorgen rechnet der Weltfußballverband FIFA mit einem friedvollen und störungsfreien Verlauf der Spiele, die für den Zeitraum vom 11. Juni bis 19. Juli angesetzt sind. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte kürzlich: „Die WM muss und wird ein Symbol für Einheit und Solidarität sein“, und stellte eine „friedliche und fröhliche Atmosphäre“ in Aussicht. Infantino pflegt eine enge Beziehung zu Trump und hat ihm sogar einen speziell kreierten Friedenspreis verliehen.

US-Politik und Migrantenabschiebungen im Fokus

Im Mittelpunkt der Beanstandung stehen Präsident Trump sowie seine Politik der massenhaften Ausweisung von Migranten. Zudem hatte das Vorgehen der US-Regierung auf internationaler Ebene im Iran-Konflikt und bezüglich der Grönland-Thematik eine öffentliche Diskussion über einen potenziellen WM-Boykott ausgelöst. Ein Großteil der zuständigen sportpolitischen Akteure in Deutschland beteiligt sich an dieser Debatte momentan aber nicht. Von den 104 Partien des Turniers werden 78 in den Vereinigten Staaten ausgetragen, einschließlich des Finales.

Amnesty befürchtet: Turnier als Symbol für Repression

Menschenrechtsorganisationen äußern sich beunruhigt. Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, erklärte: „Die WM 2026 droht mehr Repression als Fußball zu liefern“. Sie fügte hinzu: „Setzen sich die Razzien der US‑Einwanderungsbehörde ICE, die massenhaften Festnahmen und die Einreiseverbote fort, wird dieses Turnier zum Symbol staatlicher Einschüchterung.“ Zudem könnten Fans mit Folgen rechnen, sollten sie Protestaktionen durchführen oder Kritik anbringen.

Die Organisation identifiziert auch in den übrigen beiden Gastgebernationen Gefahrenpotenziale. In Mexiko, wo nach dem Ableben des Drogenbarons Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, Gewaltexzesse auftraten und das Militär die Sicherheitsaufgaben übernimmt, sei das Risiko für Protestierende gewachsen. Für Kanada bestehen laut Amnesty Sorgen, dass wohnungslose Menschen verdrängt und gesellschaftlich noch stärker marginalisiert werden könnten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.