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Grüne Blasen werden sicherNeues Update verschlüsselt Chats zwischen iPhone & Android

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Verschlüsselte Nachricht in RCS-Chat mit Schloss-Symbol

Sichere Sache: Sowohl in der Nachrichten-App von Apple (Bild) als auch in Googles Messages-App symbolisiert ein kleines Schloss oben über der Konversation, das mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gechattet wird.

Der SMS-Nachfolger RCS macht es möglich: iPhone- und Android-Nutzer können sich nun verschlüsselte Nachrichten schicken.

Der Austausch von verschlüsselten Mitteilungen zwischen iPhones sowie Android-Geräten ist nun realisierbar. Die Übermittlung erfolgt über Rich Communication Services (RCS), den Nachfolgestandard für SMS. Voraussetzung ist die Nutzung der iMessage-Anwendung auf Apple-Geräten und der Messages-App von Google auf Android-Systemen. Zuvor war eine gesicherte RCS-Kommunikation via dieser Programme lediglich innerhalb des jeweiligen Ökosystems gegeben.

Apple hat mit der Aktualisierung seines Betriebssystems auf iOS 26.5 die Grundlage für diese systemübergreifende, gesicherte Nachrichtenübermittlung geschaffen. Nutzer können die Installation auf ihrem iPhone über den Pfad „Einstellungen/Allgemein/Softwareupdate“ initiieren. Eine umgehende Durchführung ist ratsam, weil das Update zugleich zahlreiche Sicherheitsrisiken behebt. Personen mit Android-Geräten wird empfohlen, den Aktualitätsstatus ihrer Messages-Anwendung zu kontrollieren und bei Bedarf im Play Store zu überprüfen.

Aktivierung von RCS kontrollieren

Im Anschluss ist eine Überprüfung des RCS-Aktivierungsstatus sinnvoll. Auf einem iPhone findet sich die Einstellung unter „Apps/Nachrichten/RCS-Nachrichten“. Nutzer von Android-Smartphones finden die Option innerhalb der Messages-App: Man klickt oben rechts auf das Profil-Icon und wählt anschließend „Messages-Einstellungen/RCS-Chats“.

Auch die Mobilfunkanbieter sind hierbei relevant. Während der reguläre RCS-Standard schon in allen vier nationalen Netzen verfügbar ist, sieht es bei der verschlüsselten Variante anders aus. Gemäß Apples „Support-Liste“ für Mobilfunkdienste bieten 1&1, die Telekom sowie O2 verschlüsseltes RCS an, Vodafone zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht. Das Unternehmen teilte auf Nachfrage mit, dass die technischen Vorbereitungen auf Netzseite abgeschlossen seien und man sich „mit Apple zur Freischaltung im Austausch“ stehe. Einen konkreten Zeitplan für die Einführung nannte Vodafone nicht.

Gesicherte Verbindung identifizieren

Ein Schloss-Symbol im oberen Bereich des Chatfensters signalisiert Nutzern in iMessage und Messages, dass der Austausch per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erfolgt. Die Funktion ist nach Angaben von Apple sowie Google standardmäßig eingeschaltet und wird „im Laufe der Zeit für neue und bestehende RCS-Konversationen automatisch aktiviert“.

Es sollte allerdings berücksichtigt werden, dass die systemübergreifende Verschlüsselung von Apple derzeit als Beta-Version bereitgestellt wird. Die Entwicklung ist demnach noch nicht gänzlich abgeschlossen. Folglich können bei der Anwendung Unregelmäßigkeiten oder unerwartetes Verhalten auftreten.

Funktionsumfang und Kosten von RCS

Anders als bei einer SMS lassen sich mit RCS-Mitteilungen nicht nur reine Textinhalte, sondern ebenso hochauflösende Bilder, Videoclips oder Weblinks versenden. Darüber hinaus bietet der Standard Zustell- und Lesebestätigungen sowie Indikatoren, die anzeigen, wenn das Gegenüber tippt – allesamt Merkmale, die man von Messenger-Diensten kennt.

Die Kosten für eine RCS-Nachricht entsprechen prinzipiell denen einer SMS. In den meisten Mobilfunkverträgen mit inkluierter SMS-Flatrate entstehen somit keine Mehrkosten. Der Versand von Fotos und Videos beansprucht allerdings das im Tarif enthaltene monatliche Datenkontingent, sofern keine Verbindung zu einem WLAN-Netzwerk besteht. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.