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Plötzlich wird es schwarzWarum es beim Blutspenden zu Kreislaufproblemen kommen kann

3 min
Eine Frau spendet Blut

Wenn’s wacklig wird: liegen bleiben. Bei Übelkeit oder Schwindel während der Spende: nicht aufstehen, sofort dem Team Bescheid sagen.

Kreislaufprobleme bei der Blutspende sind nicht selten. Das sind die Ursachen und die besten Tipps zur Vorbeugung.

Manche Menschen erleben bei der Blutspende Schwindel oder sogar eine kurze Ohnmacht. Wir erklären die Hintergründe und geben präventive Tipps.

Eine Blutspende verläuft in der Regel ohne Komplikationen und die eigentliche Abnahme dauert nur rund zehn Minuten. In einigen Fällen kommt es aber während des Vorgangs oder direkt im Anschluss zu einem Kreislaufabfall. Dies kann einen dramatischen Eindruck erwecken, vor allem, wenn die betroffene Person für einen kurzen Moment das Bewusstsein verliert und unkontrollierte Muskelbewegungen zeigt.

Die Ursache ist oftmals eine vasovagale Reaktion, bei der es sich um eine temporäre Störung der Kreislaufsteuerung handelt. Im Rahmen einer derartigen neurokardiogenen Synkope erfährt das Gehirn eine kurzzeitige Minderdurchblutung, welche unwillkürliche Muskelkontraktionen auslösen kann.

Welche Gründe gibt es für die Kreislaufprobleme?

Solche vasovagalen Vorkommnisse gehören zu den bekannten Begleiterscheinungen bei einer Blutspende. Informationen des Universitätsklinikums Aachen zufolge manifestieren sie sich bei ungefähr sieben Prozent sämtlicher Spendevorgänge. Die Symptome umfassen zumeist Schwindelgefühle, ein Schwächeempfinden, Übelkeit, Schweißausbrüche sowie einen Blutdruckabfall und eine verringerte Herzfrequenz.

Im Zuge dieser Reaktion kommt es zu einer reflexartigen Erweiterung der Blutgefäße, einer möglichen Verlangsamung des Herzschlags und einem Absinken des Blutdrucks. Die Folge ist, dass das Gehirn vorübergehend mit weniger Blut versorgt wird. Faktoren wie mentale Anspannung, Schmerzempfinden oder auch der Nadelstich selbst können dies während der Blutspende initiieren.

Laut der Uniklinik Aachen sind junge Leute, Personen, die zum ersten Mal spenden, sowie Menschen mit geringem Körpergewicht besonders gefährdet für Kreislaufbeschwerden. Zusätzlich können Schlafmangel, Stress, Nüchternheit oder eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr im Vorfeld der Spende als begünstigende Faktoren wirken.

Präventive Maßnahmen gegen Kreislaufbeschwerden

Potenzielle Begleiterscheinungen sollten jedoch niemanden von einer Blutspende abschrecken. Durch eine sorgfältige Vorbereitung lässt sich die Gefahr von Kreislaufinstabilitäten erheblich reduzieren. Es ist wichtig, nicht mit leerem Magen zum Termin zu erscheinen. Der Blutspendedienst des DRK rät dazu, etwa ein bis zwei Stunden vor dem Spenden eine kohlenhydratreiche, aber fettarme Speise zu sich zu nehmen und darüber hinaus zwei bis drei Gläser einer Flüssigkeit wie Wasser, Saft oder Tee zu konsumieren.

Es wird zudem empfohlen, den Spendetermin möglichst entspannt und ohne Zeitdruck wahrzunehmen. Personen mit einer bekannten Neigung zu Kreislaufschwäche sollten das Personal im Vorfeld darauf hinweisen. Zusätzlich stellt das „DRK“ einen Online-Fragebogen zur Verfügung, der eine vorläufige Beurteilung der Eignung als Spender ermöglicht. Die finale Entscheidung über die Spendetauglichkeit obliegt aber stets dem anwesenden medizinischen Fachpersonal.

Richtiges Verhalten bei auftretendem Schwindel

Falls ihr während des Spendens bemerkt, dass euch schwindelig oder unwohl wird, bleibt bitte liegen und informiert umgehend das zuständige Personal. Von besonderer Bedeutung ist: Personen, die bereits bei einer früheren Blutabnahme oder -spende das Bewusstsein verloren haben, müssen diesen Umstand vor dem nächsten Termin zwingend mitteilen. Auf dieser Basis können die Blutspendedienste beurteilen, ob eine weitere Spende möglich ist und welche Vorkehrungen getroffen werden müssen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.