Ein Nickerchen am Mittag steigert Konzentration und Wohlbefinden. Eine Expertin erklärt die optimale Dauer und Zeit.
Der perfekte MittagsschlafForscherin erklärt die ideale Dauer und den besten Zeitpunkt

Kurzer Schlaf, große Wirkung: Ein Powernap kann das Wohlbefinden steigern und die geistige Leistungsfähigkeit verbessern.
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Wenn mittags die Energie nachlässt, kann ein kurzes Nickerchen Wunder wirken. Dabei ist jedoch nicht nur entscheidend, ob man schläft, sondern auch wie lange und wann. Eine Schlafforscherin erklärt, worauf es beim perfekten Powernap ankommt.
„Ein Nickerchen kann unser Wohlbefinden steigern“, so die Aussage der Psychologin und Schlafforscherin Christine Blume im Magazin „Apotheken Umschau“. Ein vorteilhafter Nutzen ist demzufolge insbesondere dann zu erwarten, wenn die vorangegangene Nachtruhe kurz ausfiel.
Kurze Powernaps von 30 bis 60 Minuten sind optimal
Blume rät zu einem kurzen Powernap. Eine Schlafdauer von 30 bis 60 Minuten sei ideal. Wer länger schlafe, riskiere, sich anschließend benommen zu fühlen, was sich negativ auf das Befinden auswirken könne.
Nach Angaben der Schlafforscherin sprechen Studien zudem dafür, dass ein kurzes Nickerchen die geistige Leistungsfähigkeit verbessern kann. Eine Ruhepause zur Mittagszeit könne demnach unter anderem die Konzentration und das Erinnerungsvermögen fördern.
Neustart für Konzentration und Leistungsfähigkeit
Die Expertin stellt allerdings klar, dass eine Ruhepause keine zwingende Voraussetzung für Produktivität darstellt. Wer keinen Drang dazu verspürt, sollte sich auch nicht zu einer Mittagsruhe zwingen.
Personen, die eine Mittagsruhe halten möchten, sollten diese nicht zu weit in den Tag hinein verlegen. Als idealer Zeitraum gilt die Phase nach der Mittagsmahlzeit oder der beginnende Nachmittag.
Der richtige Zeitpunkt für die Ruhepause
Eine Ruhepause während des Tages kann den Schlafdruck verringern und somit das Einschlafen am Abend behindern. Speziell Personen mit Schlafproblemen wird aus diesem Grund geraten, nach 15 Uhr auf Powernaps zu verzichten; für einige ist ein gänzlicher Verzicht die bessere Option.
Mittagsschlaf war in BRD lange verpöhnt
Lange war der Mittagsschlaf in Deutschland kulturell mit dem Image der Faulheit behaftet. Doch diese Sichtweise wandelt sich. In vielen Unternehmen, vor allem in kreativen Branchen und bei Homeoffice-Arbeitsplätzen, wird das kurze Nickerchen inzwischen akzeptiert oder sogar gefördert. Angesichts des Fachkräftemangels und der steigenden mentalen Belastung könnte der bewusste Umgang mit dem Mittagsschlaf ein kleiner, aber wirkungsvoller Baustein für mehr Produktivität und Gesundheit sein.
Insgesamt zeigt die Forschung: Der Mittagsschlaf ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein intelligenter Umgang mit den natürlichen Rhythmen des Körpers. Wenn er richtig eingesetzt wird, kann er die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden spürbar steigern. (mbr)
