Demografischer Wandel gefährdet die Versorgung mit Blutkonserven. Das DRK appelliert an neue Spender.
DRK schlägt AlarmImmer weniger junge Menschen spenden Blut

Pro Tag werden in Deutschland rund 15.000 Blutkonserven benötigt.
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Die Versorgung mit Blutkonserven für lebenswichtige Behandlungen in Deutschland ist zunehmend gefährdet. Der Grund dafür ist der demografische Wandel. „Wir haben immer mehr ältere Spender und weniger junge, die nachkommen“, erklärte Patric Nohe, Sprecher der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), vor dem Weltblutspendetag am 14. Juni gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Dieser Trend hat direkte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Blutkonserven auch in den Krankenhäusern der Kölner Region.
„Wir haben das Problem, dass der Kreis der Leute, die Blut spenden, kleiner wird“, so Nohe. Insbesondere die Generation der Babyboomer, die bisher sehr stark bei den Spenden vertreten war, erreicht allmählich ein Alter, in dem sie nicht mehr spenden kann. Zwar gibt es offiziell keine Altersobergrenze mehr für die Blutspende, doch individuelle Vorerkrankungen führen dazu, dass viele ältere Spender ausscheiden müssen.
Saisonale Engpässe und der Appell an neue Spender
Zusätzlich zu den langfristigen demografischen Problemen verschärfen saisonale Schwankungen die Lage. Im Sommer sind viele potenzielle Spender im Urlaub, während im Winter Grippewellen die Spendenbereitschaft einschränken. „Wenn wir es schaffen, den Kader zu erweitern, können wir den Ausfall besser abfedern“, sagte Nohe. Das DRK betont, dass es auch für Menschen in ihren 30ern oder 40ern nicht zu spät sei, mit dem Blutspenden zu beginnen. „Jetzt wäre eine perfekte Gelegenheit, eine Karriere als Blutspender zu starten“, so der Appell von Nohe.
Täglich 15.000 Blutkonserven benötigt
Nach Angaben des DRK werden in Deutschland täglich rund 15.000 Blutkonserven benötigt, um den Bedarf von Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen zu decken. Die Sorge in der Bevölkerung ist groß: Einer Umfrage im Auftrag der HanseMerkur Krankenversicherung zufolge befürchten 60 Prozent der Befragten, dass der demografische Wandel das Risiko eines Mangels an Blutkonserven verschärfen könnte. (dpa/red)
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